EZB will Griechenland kein zusätzliches Geld verschaffen

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Die EZB will sich von Athen nicht dafür einspannen lassen, neue griechische Staatsschulden zu finanzieren. Foto: Simela Pantzartzi/Illustration

Berlin (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will sich von Athen einem Zeitungsbericht zufolge nicht dafür einspannen lassen, neue griechische Staatsschulden zu finanzieren. Dieser Plan treffe auf harte Ablehnung in der Notenbank, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Sie zitiert das Direktoriumsmitglied der EZB, den Franzosen Benoît Cœuré: "Die EZB kann nicht die griechische Regierung finanzieren. Wir dürfen das nicht tun. Das ist illegal."

Konkret sehe der Plan der Griechen vor, dass sie kurz laufende Staatsanleihen ausgeben, die von den Banken sofort an die EZB weitergereicht werden. Mit dem Erlös aus diesen sogenannten T-Bills wollten sie dann ihre Finanzlöcher stopfen, die derzeit beinahe täglich auftauchten, schrieb die Zeitung.

Dafür müsse die EZB allerdings zustimmen, den Umfang, in dem solche T-Bills als Sicherheit für das Notfallgeld ELA (Notfall- Liquiditätshilfe) akzeptiert werden, zu erhöhen. Das lehnt Cœuré strikt ab: "Wenn wir in der aktuellen Lage, in der Griechenland keinen Marktzugang hat, noch mehr griechische T-Bills als Sicherheiten akzeptieren würden, dann wäre das klare Staatsfinanzierung."

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