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Aus für Facebook und Instagram in Europa? Konzern-Mutter sauer auf EU wegen Datenschutzregeln

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Von: Lisa Mayerhofer

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Apps des Meta-Konzerns: Instagram, Facebook und WhatsApp (Symbolbild)
Der Facebook-Konzern Meta kämpft schon seit längerem mit den strengeren Datenschutzregeln in Europa.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Facebook-Mutter Meta kämpft seit langem mit den strengeren Datenschutzregeln in Europa. Inzwischen schließt der Tech-Riese auch einen Komplett-Rückzug vom Alten Kontinent jetzt nicht mehr aus. 

Menlo Park - Müssen Europäer künftig auf Facebook und Instagram verzichten? Der Facebook*-Konzern Meta, zu dem auch WhatsApp und Instagram gehören, denkt nach einem Bericht mehrerer britischer und US-amerikanischer Medien über einen Rückzug aus Europa nach.

Facebook-Mutter: Datenschutzstreit mit der EU

Das legt der Jahresbericht von Meta für die US-Börsenaufsichtsbehörde von vergangener Woche nahe. Der Konzern stört sich an den strengeren Datenschutzregeln der EU. Unter anderem verlangen diese, dass Facebook und Co. die Nutzerdaten in Europa und nicht auf amerikanischen Servern speichern. Meta beharrt aber darauf, diese Daten in mehreren Ländern verarbeiten zu können - dies wäre sowohl für das Ausspielen von Werbung wie auch für den Betrieb seiner Netzwerke entscheidend.

Im Bericht schreibt Meta, dass der Konzern hoffe, neue Vereinbarungen treffen zu können. „Aber wenn dies nicht der Fall ist, werden wir wahrscheinlich nicht in der Lage sein, eine Reihe unserer wichtigsten Produkte und Dienste, einschließlich Facebook und Instagram, in Europa anzubieten“, heißt es in dem Bericht.

Datenschutz: Facebook-Mutter Meta fordert Erleichterungen von EU

Mit anderen Worten: Wenn die europäischen Datenschützer hart bleiben, droht Meta damit, Facebook und Instagram mit seinen Millionen Nutzern in Europa abzuschalten*. Nick Clegg, Vice President of Global Affairs bei Meta, forderte in der Londoner Finanzzeitung CityAM die europäischen Behörden auf, einen „angemessen und pragmatischen Ansatz zu verfolgen“ und „tausende“ betroffene Unternehmen wie Facebook „so wenig wie möglich zu beeinträchtigen“.

Er spielt damit auf die neue Ausarbeitung der Datenschutzregeln zwischen USA und der EU an, an der gerade gearbeitet wird. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) erklärte das bisherige Abkommen, den EU-US Privacy Shield, wegen Datenschutzverstößen im Juli 2020 für ungültig.

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