Frankreichs Tourismusbranche leidet unter Terrorfolgen

+
Menschen genießen das gute Wetter in Paris. Die Tourismus-Branche leidet unter den Terrorfolgen. Foto: Jeremy Lempin

Paris (dpa) - Nach einer Serie von Terroranschlägen in Frankreich senken Luxus-Hotels in und um Paris ihre Zimmerpreise. Bei Fünf-Sterne-Häusern gebe es Nachlässe zwischen 25 bis 45 Prozent, sagte der General-Direktor des Tourismus-Ausschusses der Region Paris, François Navarro.

Bezifferte Angaben zu anderen Hotelkategorien lagen nicht vor - insgesamt leidet aber die gesamte Branche unter den Terrorfolgen. Vor allem ausländische Gäste machen einen Bogen um Herbergen der französischen Hauptstadt mit ihren weltbekannten Wahrzeichen Eiffelturm und den Champs-Élysées. Im ersten Halbjahr gab es bei den Ausländern im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 9,9 Prozent.

"Eine Million Touristen ist nicht gekommen", bilanzierte Navarro - diese Zahl beziehe einheimische Urlauber mit ein. Die Gesamtzahl aller Touristen betrug knapp 15 Millionen. Aus Deutschland kamen 420 000 Besucher in die Stadt der Lichter, 55 000 weniger als im Vorjahr.

Die Einbußen für die gesamte Branche im Großraum Paris werden auf 750 Millionen Euro im ersten Halbjahr beziffert - im gesamten Jahr könnten sie sich auf 1,5 Milliarden Euro verdoppeln. Bei dieser Rechnung werden auch Geschäfte oder Restaurants berücksichtigt, wo Touristen Geld ausgeben.

Islamistische Attentäter hatten im November vergangenen Jahres in Paris 130 Menschen getötet. Bei einem Terror-Anschlag in der Ferienmetropole Nizza kamen im Juli 86 unschuldige Menschen ums Leben.

Mitteilung regionaler Tourismus-Ausschuss (französisch)

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Nach Flug-Chaos: Das müssen Tuifly-Kunden jetzt wissen 

Hannover - Rund eine Woche lang flog ein Großteil der Tui-Maschinen nicht, weil sich Besatzungen krank meldeten. Haben Urlauber nun Anspruch auf …
Nach Flug-Chaos: Das müssen Tuifly-Kunden jetzt wissen 

Tui-Ärger: Gericht verhandelt Verfahren nach Tuifly-Flugausfällen

Hannover - Frust und Flugstreichungen statt Urlaubsvergnügen: Für Tausende Fluggäste wurde dieser Alptraum im vergangenen Herbst Realität. Grund war …
Tui-Ärger: Gericht verhandelt Verfahren nach Tuifly-Flugausfällen

Bericht: Schäuble wurde 2011 vor Aktientricks bei Dekabank gewarnt

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist laut "Spiegel" frühzeitig auf Steuertricks bei der Dekabank hingewiesen worden. Am Donnerstag wird …
Bericht: Schäuble wurde 2011 vor Aktientricks bei Dekabank gewarnt

Kommentare