Früherer US-Lizenznehmer Parigi verklagt Puma auf Schadenersatz

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Zehn Jahre lang hatte das US-Unternehmen Parigi mit dem deutschen Sportartikelhersteller Puma eng zusammengearbeitet. Dann kam es zum Bruch. Foto: Andreas Gebert

Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikelhersteller Puma muss sich gegen eine millionenschwere Schadenersatzklage eines früheren US-Geschäftspartners wehren.

Der langjährige Lizenzpartner Parigi wirft den Herzogenaurachern unter anderem Vertragsbruch und die Aneignung von Geschäftsgeheimnissen vor, bestätigte am Freitag ein Puma-Sprecher. Da es sich um ein laufendes Rechtsverfahren handelt, wollte er sich aber nicht näher dazu äußern.

"Wir sehen dem Fall zuversichtlich entgegen", hieß es lediglich. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hatte darüber berichtet. Nach ihren Informationen verlangt das US-Unternehmen von Puma rund 75 Millionen Dollar (65 Mio Euro) Schadenersatz, was dem Vernehmen nach etwa einem Jahresumsatz von Parigi entspricht.

Dagegen berichteten Puma-Insider, in der Klage selbst sei keine Summe genannt. Die Klage sei wohl eine Art "Nachtreten" der Parigi-Geschäftsführung aus Ärger über die Beendigung der langjährigen Zusammenarbeit. Ein neuer Geschäftspartner von Puma auf dem nordamerikanischen Markt solle bessere Konditionen bieten. Bei dem neuen Lizenzpartner handelt es sich nach Puma-Angaben um die Firma United Legware.

Puma hatte nach zehn Jahren einen zum Jahresende 2014 auslaufenden Lizenzvertrag mit dem US-Kinderbekleidungsunternehmen Parigi nicht mehr verlängert. Der Vertrag sah den Vertrieb von Kindersportkleidung mit dem Puma-Markenlogo in Nordamerika vor.

Die Deutschen wollen sich dort nun anders orientieren. Zu den Gründen für die Entscheidung wollte sich der Firmensprecher nicht äußern. Insider berichteten jedoch, es sei nicht ungewöhnlich, dass ein Unternehmen den Lizenzpartner wechsle.

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