Geldwäsche? HSBC-Bankmanager tritt zurück 

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David Bagley von der HSBC-Bank musste gehen

London - Der nächste Bankenskandal: Nach massiven Vorwürfen des US-Senats gegen die britische Großbank HSBC hat David Bagley am Dienstag seinen Hut genommen. 

Ein Ausschuss des US-Senats hatte die Bank zuvor beschuldigt, über Jahre hinweg Geldwäsche ermöglicht und sogar die Finanzierung von Terrorismus begünstigt zu haben. Durch windige Transaktionen aus Ländern wie Mexiko und Nahost sollen HSBC-Filialen demnach auch Drogenhändlern in die Hände gespielt haben.

Der zurückgetretene David Bagley gab die Probleme vor dem Ausschuss zu. „Trotz bestmöglicher Anstrengungen und Absichten vieler Banker hat HSBC die eigenen Erwartungen und die der Aufsichtsbehörden nicht erfüllt“, sagte der Chefaufseher für die Einhaltung der Unternehmenskultur („Head of Compliance“).

Der Fall HSBC wird in Großbritannien als weiterer Schlag für die Bankenbrache gewertet, die für das Land so wichtig ist. Mit Barclays ist eine weitere der vier großen britischen Banken wegen Manipulationen beim Libor-Zinssatz massiv in der Kritik. Die beiden anderen Großbanken, Royal Bank of Scotland und Lloyds, mussten in der Finanzkrise teilverstaatlicht werden.

dpa

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