Klage gegen Jobcenter

Gericht prüft möglichen Missbrauch von Job-Befristungen

+
Nach sechs befristeten Arbeitsverträgen war einem Arbeitsvermittler nahegelegt worden, vorübergehend in die Arbeitslosigkeit zu gehen. 

Erfurt - Mit möglichem Missbrauch bei befristeten Arbeitsverträgen beschäftigt sich heute das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Geklagt hat ein Mitarbeiter eines Jobcenters in Sachsen-Anhalt gegen die Bundesagentur für Arbeit.

Nach sechs befristeten Arbeitsverträgen war dem Arbeitsvermittler nahegelegt worden, vorübergehend in die Arbeitslosigkeit zu gehen, um danach ein neues, wieder befristetes Arbeitsverhältnis anzutreten.

Hintergrund sind Regelungen im Teilzeit- und Befristungsgesetz. Danach können Beschäftigte ab 52 Jahre, die zuvor mindestens vier Monate arbeitslos waren, bis zu fünf Jahre ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes befristet beschäftigt werden.

Die Bundesarbeitsrichter in Erfurt hatten im vergangenen Jahr entschieden, dass die Befristungsregelung für ältere Arbeitnehmer nicht gegen das Diskriminierungsverbot verstößt. Nun geht es darum, ob die vorübergehende Arbeitslosigkeit des Arbeitsvermittlers einen Rechtsmissbrauch darstellt.

Auch interessant

Meistgelesen

Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Diesel-Nachrüstung zahlen
Selbstanzeige: Geht Daimler im Kartell-Streit straffrei aus?
Selbstanzeige: Geht Daimler im Kartell-Streit straffrei aus?
Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer: Das ist bislang bekannt
Kartell-Vorwürfe gegen deutsche Autobauer: Das ist bislang bekannt
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück

Kommentare