Gribkowsky-Prozess: Anwälte stellen Befangenheitsantrag

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Gerhard Gribkowskys (l.) Anwälte stellen einen Befangenheitsantrag, eigentlich sollte am Mittwochmorgen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone seine Aussage machen.

München - Was bedeutet das nun? Die Anwälte von Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky haben einen Befangenheitsantrag gegen das Gericht gestellt. Der Grund:

Im Prozess um die Formel-1-Affäre haben die Anwälte von Ex-BayernLB-Anwalt Gerhard Gribkowsky gegen das Gericht einen Befangenheitsantrag gestellt. Das geschehe nicht, um das Verfahren zu verlängern, sondern aus Sorge um die Rechte ihres Mandanten, sagte Verteidiger Dirk Petri am Mittwoch vor dem Landgericht München. Gribkowsky müsse befürchten, dass es dem Gericht um den Vorsitzenden Peter Noll nicht um eine wirklichen Aufklärung der Vorwürfe gehe, sondern nur um die Beschleunigung des Verfahrens.

Staatsanwaltschaft: "Akute Panikattacke" der Verteidigung

Die Staatsanwaltschaft wies den Antrag der Anwälte zurück, es handle sich eher um “eine akute Panikattacke“ der Verteidigung, die sich möglicherweise der wahren Bedeutung des Verfahrens nicht bewusst sei. Es gebe keinerlei Rechtfertigung dafür, dem Gericht das Misstrauen auszusprechen. Über den Antrag der Anwälte Gribkowskys muss nun eine andere Kammer entscheiden. Bis dahin kann allerdings der Prozess weiter gehen.

Bereits die Ankündigung des Befangenheitsantrags hatte die ursprünglich für 9.30 Uhr geplante Vernehmung von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone auf 11 Uhr verschoben. Nun soll der 81 Jahre Brite frühestens gegen 13 Uhr gehört werden. Ecclestone soll Auskunft über die Umstände des Verkaufs der Anteile der BayernLB an der Rennserie an den Investor CVC geben.

dpa

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