Lage hat sich etwas entspannt

EZB hält Leitzins auf Rekordtief

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EZB-Präsident Mario Draghi rechnet damit, dass sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2013 allmählich erholen wird.

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den Leitzins im Euroraum wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat nach Angaben der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt.

Seit der Zinssenkung im Mai hat sich die Lage an der Konjunkturfront etwas entspannt: Das Geschäftsklima verbesserte sich und die Verbraucherstimmung im Euroraum kletterte im Juni auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren.

Daher hatten die meisten Volkswirte weder eine weitere Senkung des Leitzinses noch zusätzliche Stützungsmaßnahmen erwartet. Zumal EZB-Präsident Mario Draghi damit rechnet, dass sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2013 allmählich erholen wird.

Niedrige Zinsen sollen Investitionen anschieben und damit die Wirtschaft in Schwung bringen. Da der Preisdruck gering ist, steht vorerst auch keine Zinserhöhung an. Ohnehin will die EZB anders als die US-Notenbank Fed vorerst keine Pläne zum Ausstieg aus der Krisenpolitik des billigen Geldes verkünden. Das hatte EZB-Direktor Benoît Curé betont: „Es sollte keine Zweifel geben, dass ein Ende der lockeren Geldpolitik weit entfernt ist.“

dpa

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