Höhenflug von Spielzeugriese Lego leicht gebremst

+
Nach dem Rekordergebnis 2015 hat Lego zuletzt etwas weniger verdient: Unter dem Strich standen für das dänische Unternehmen im ersten Halbjahr 2016 rund 3,49 Milliarden dänische Kronen (knapp 469 Mio Euro). Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration

Der Bauklötzchenhersteller Lego konnte zuletzt einen Rekordgewinn nach dem anderen verkünden. Dass es nicht ewig nur aufwärts gehen kann, zeigen die Zahlen vom ersten Halbjahr.

Billund (dpa) - Der Höhenflug des dänischen Spielzeugriesen Lego ist leicht gebremst: Nach dem Rekordergebnis 2015 hat das Unternehmen zuletzt etwas weniger verdient. 

Während die Verkaufszahlen in Europa und Asien wuchsen, enttäuschte das Geschäft auf dem amerikanischen Markt. "In den USA müssen wir erkennen, dass wir nicht die Initiativen und die Unterstützung bereitgestellt haben, die nötig sind, um dasselbe hohe Wachstumsniveau zu halten", sagte Lego-Finanzchef John Goodwin einer Mitteilung vom Dienstag zufolge.

Unter dem Strich standen für das Unternehmen im ersten Halbjahr 2016 rund 3,49 Milliarden dänische Kronen (knapp 469 Mio Euro), wie Lego in Billund mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 3,55 Milliarden Kronen gewesen. Dafür konnte der Bauklötzchenbauer seinen Umsatz von 14,14 auf 15,7 Milliarden Kronen (rund 2,1 Mrd Euro) steigern. Der ganz große Sprung wie im Vorjahreszeitraum, als Lego rund 25 Prozent mehr erlöste, blieb aber aus.

Vor allem bei den Verkäufen der Serien "Lego City", "Lego Ninjago" sowie der neuen Reihe "Lego Nexo Knights" legte das Unternehmen zu. "Es ist besonders beeindruckend, dass wir unser großes Wachstum in Europa fortsetzen, wo wir unsere reifsten Märkte haben", sagte Finanzchef Goodwin. Der Spielzeughersteller baut derzeit eine neue Fabrik in China und erweitert seine Anlagen in Mexiko und Ungarn. Lego beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben rund 18 500 Mitarbeiter. Im ersten Halbjahr 2016 seien rund 3500 neue Mitarbeiter dazugekommen, teilte das Unternehmen mit.

Mitteilung Lego

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Nach Flug-Chaos: Das müssen Tuifly-Kunden jetzt wissen 

Hannover - Rund eine Woche lang flog ein Großteil der Tui-Maschinen nicht, weil sich Besatzungen krank meldeten. Haben Urlauber nun Anspruch auf …
Nach Flug-Chaos: Das müssen Tuifly-Kunden jetzt wissen 

Rekordüberschuss für Staat dank kräftiger Konjunktur

Wiesbaden - Die robuste Konjunktur füllt die öffentlichen Kassen. Der Staat nimmt deutlich mehr ein als er ausgibt. Zum Jahresende 2016 gewinnt das …
Rekordüberschuss für Staat dank kräftiger Konjunktur

Tui-Ärger: Gericht verhandelt Verfahren nach Tuifly-Flugausfällen

Hannover - Frust und Flugstreichungen statt Urlaubsvergnügen: Für Tausende Fluggäste wurde dieser Alptraum im vergangenen Herbst Realität. Grund war …
Tui-Ärger: Gericht verhandelt Verfahren nach Tuifly-Flugausfällen

Kommentare