Hohe Nachfrage in der Automobilindustrie

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Der Absatz der E-Klasse von Mercedes hat sich im Mai um 39 Prozent erhöht.

Frankfurt/Main - Die deutsche Automobilindustrie boomt: Die Hersteller reagieren mit Sonderschichten und dem massiven Einsatz von Leiharbeitern auf den plötzlichen Anstieg der Nachfrage.

Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf die Konzerne. Die Bestellungen überträfen bei weitem die in den Unternehmen geplante Produktion. Sogar die Sommerferien fielen deshalb in etlichen Werken aus. “Noch nie hat sich die Lage in einem so atemberaubenden Tempo zum Besseren gewendet“, zitiert das Blatt einen Daimler-Aufsichtsrat. Die Werke seien voll ausgelastet. “Mercedes hat annähernd das Produktionsniveau vor der Krise erreicht.“

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Gerade die Spitzenmodelle erleben dem Bericht zufolge einen starken Anstieg der Bestellungen jenseits der ursprünglichen internen Planzahlen: So habe sich der Absatz der S-Klasse von Mercedes im Mai um 41 Prozent erhöht, der der E-Klasse um 39 Prozent. Auch BMW habe die höchsten Zuwächse mit einem Plus von 34 Prozent mit seiner 7er Reihe verzeichnet. Gerade in China, der wichtigsten Wachstumsregion, bevorzugten die Kunden luxuriöse Limousinen. In etlichen Werken, darunter Sindelfingen, Untertürkheim und Bremen, werde bereits samstags gearbeitet, bestätigte ein Daimler-Sprecher. Für Rastatt würden entsprechende Verhandlungen mit dem Betriebsrat laufen. Auch die Audi-Beschäftigten im Werk Neckarsulm müssten für den neuen A 8 samstags ran, berichtete die “FAS“

Hohe Nachfrage nach Zeitarbeitern

Zudem heuern die Autokonzerne nach Informationen des Blattes Tausende von Zeitarbeitern an. Daimler habe gegenwärtig rund 1.800 Zeitarbeiter beschäftigt, sagte ein Sprecher. Etwa 5.000 Leiharbeiter sind bei BMW im Einsatz, wie das Blatt weiter berichtet. Zudem suche das Unternehmen Hunderte von Jungakademikern und 1.000 Auszubildende.

Für viele Standorte bedeute der unerwartete Nachfrageschub, dass die Sommerferien ausfielen, berichtete die Zeitung weiter. Das Mercedes-Motorenwerk am Stammsitz Untertürkheim werde keine Betriebsruhe haben, ebenso die Standorte Hamburg und Berlin. Im Werk Bremen werde die Pause von drei auf zwei Wochen verkürzt. Darüber hinaus werde Daimler rund 2.100 Ferienarbeiter einstellen.

apn

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