Hollywood-Regisseure wollen bankrotte MGM-Studios retten

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Übernimmt er die MGM-Studios? Ridley Scott mit Partnerin

Los Angeles - Die Zukunft der bankrotten US-Filmstudios Metro-Goldwyn-Mayer ist noch immer ungewiss. Doch zwei bekannte Regisseure interessieren sich nun für die Pleite-Studios.

Nach Informationen der “Financial Times“ wollen die bekannten Hollywood-Regisseure Tony und Ridley Scott die Führung von MGM übernehmen. Sie hätten den Kreditgebern einen Plan vorgelegt, wie sie die Filmstudios wieder auf Vordermann bringen wollten, hieß es.

 Die beiden Brüder sind bekannt durch Blockbuster wie “Alien“, “Top Gun“ oder “Gladiator“. Mit Scott Free besitzen sie eine eigene Produktionsgesellschaft. Es ist aber unklar, ob diese mit MGM verschmolzen werden oder eigenständig weiterbestehen soll. Die Scotts selbst haben sich bislang nicht geäußert.

MGM gehört eigentlich einer Gruppe von Finanzinvestoren und Medienunternehmen, darunter der japanische Elektronikkonzern Sony und der Kabelanbieter Comcast. Sie hatten das Filmstudio 2005 für 5 Milliarden Dollar übernommen. Wie bei solchen Geschäften üblich, bürdeten sie dem Zukauf den Großteil der Schulden auf. Nun ächzt MGM unter einer Last von knapp 4 Milliarden Dollar. Die Kreditgeber schauen gerade, wie sie mit heiler Haut aus ihrem Hollywood-Abenteuer herauskommen: Soll das Studio einen Neustart wagen oder soll es verkauft werden?

Aussichtsreichster Käufer wäre derzeit der Medienkonzern Time Warner. Das Gebot liegt mit 1,5 Milliarden Dollar aber immer noch unter den Erwartungen der Gläubiger. Was MGM attraktiv macht, ist Hollywoods größte Filmsammlung mit mehr als 4000 Titeln, darunter Klassiker wie “Rocky“ oder “Manche mögen's heiß“. Auch die Rechte an “James Bond“ liegen bei MGM. Neue Filme produzierte MGM zuletzt nur noch wenige im Jahr.

dpa

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