Kartenzahlung

Immer mehr Deutsche bezahlen kontaktlos per Girocard

+
Das kontaktlose Bezahlen funktioniert in Deutschland inzwischen an Hunderttausenden Terminals. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Nur kurz die Karte vorhalten, oft ohne PIN - so funktioniert inzwischen vielerorts die Kartenzahlung. Neue Zahlen zeigen: Immer mehr Verbraucher nutzen die Technologie.

Frankfurt/Main (dpa) - Immer mehr Verbraucher in Deutschland bezahlen an der Ladenkasse kontaktlos - quasi im Vorbeigehen. Gut jede vierte der 4,5 Milliarden Transaktionen (26,6 Prozent) mit einer Girocard wurde im vergangenen Jahr auf diesem Weg getätigt.

Im Gesamtjahr 2018 waren es nach Zahlen von Euro Kartensysteme noch 9,8 Prozent. Bemerkenswert sei die "rasante Entwicklung im Jahresverlauf", teilte die Frankfurter Einrichtung mit: Waren im Januar 2019 noch 19 Prozent der Bezahlvorgänge kontaktlos, so lag deren Anteil im Dezember bereits bei 35,7 Prozent. "Dies zeigt, dass Karteninhaber die Rechnung gerne und verstärkt durch Vorhalten mit Karte oder Smartphone begleichen", folgerte Euro Kartensysteme.

"Kontaktlos" bedeutet, dass der Kunde seine Kreditkarte oder Girocard nicht in ein Gerät einschieben muss. Die Daten werden verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn die Karte vor das Lesegerät gehalten wird. Bei geringen Beträgen ist nicht einmal die Eingabe der Geheimnummer (PIN) nötig.

Den Angaben zufolge sind inzwischen 75 Millionen der gut 100 Millionen Girocards mit der Kontaktlosfunktion ausgestattet. Der Handel ermögliche das schnelle Bezahlen an fast 755.000 Terminals - Tendenz steigend. Insgesamt wurden 2019 über Girocards Umsätze von rund 211 Milliarden Euro getätigt und damit 12,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (187,4 Mrd Euro).

Auch interessant

Meistgelesen

Supermärkte setzen auf Scheiben und Abstand
Supermärkte setzen auf Scheiben und Abstand
Corona-Krise: Nachbesserungen beim Kreditprogramm
Corona-Krise: Nachbesserungen beim Kreditprogramm
Stromkonzern Innogy verdient zum Abschied weniger
Stromkonzern Innogy verdient zum Abschied weniger
Corona-Krise: Textilfirmen rufen Milliarden-Aufträge zurück
Corona-Krise: Textilfirmen rufen Milliarden-Aufträge zurück

Kommentare