Größere Anstrengungen nötig

IWF: EU muss Spanien mehr helfen

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Eine spanische Ein-Euro-Münze miot dem Antlitz von König Juan Carlos ist in eine Zange eingeklemmt.

Madrid - Spanien wird die Wirtschafts-Krise nicht ohne weitere Reformen bewältigen können. So lautet ein aktuelles Fazit des Internationalen Währungsfonds. Die EU forderte der IWF zu mehr Hilfe auf.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Spanien zu weiteren Reformen aufgefordert. Aber auch die Europäische Union müsse größere Anstrengungen unternehmen, um dem Euro-Krisenland bei der Belebung seiner Wirtschaft zu helfen, betonte der IWF in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. „Die Arbeitslosigkeit befindet sich auf einem nicht hinnehmbaren Niveau. Spanien und Europa sind dringend aufgerufen zu handeln, um das Wachstum zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen“, heißt es.

Der IWF plädierte dafür, die Flexibilität des Arbeitsmarkts in Spanien zu erhöhen und die Zweigleisigkeit von festen und zeitlich befristeten Arbeitsverträgen zu überwinden. „Die Aussichten, einen festen Job zu finden, sind zu gering, und die Wahrscheinlichkeit einen Gelegenheitsjob zu verlieren, ist zu hoch“, bemängelte der IWF.

Spanien müsse sein Haushaltsdefizit weiter reduzieren. Die Regierung dürfe dies aber nicht zu rasch tun, um das Wachstum nicht zu beeinträchtigen, mahnte der IWF. Die EU könne Spanien bei der Überwindung der Krise helfen, indem sie rascher bei der Schaffung einer Bankenunion vorankomme. Die Europäische Zentralbank (EZB) könne dazu beitragen, dass spanische Firmen für ihre Kredite nicht deutlich höhere Zinsen zahlen müssen als ihre Konkurrenten in anderen Ländern.

dpa

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