Karstadt-Rettung wackelt noch - Streitpunkt Miete

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Noch immer ist die Karstadt-Rettung eine Hängepartie. Streitthema nnun: die Mieten.

Essen - Die Rettung der insolventen Warenhauskette Karstadt steht auch nach dem Zuschlag für den Investor Berggruen auf wackeligen Beinen. Größtes Problem bleiben die Mieten.

Bei diesem Thema gibt es noch keine Einigung mit dem Karstadt- Vermieter Highstreet. Das bestätigten Sprecher von Highstreet und Berggruen am Dienstag. Der Immobilienfonds Highstreet war am Montagabend mit einem eigenen Angebot im Bieterrennen um Karstadt nicht zum Zuge gekommen. Bei Highstreet hieß es, man sei zu zusätzlichen Mietsenkungen bereit, wie sie auch in der Offerte für Karstadt angeboten worden seien. Zusätzlich zu dem bereits im Insolvenzplan zugesagten Sanierungsbeitrag von 160 Millionen Euro gehe es dabei um weitere Mietsenkungen von 230 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren.

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Davon will Highstreet offensichtlich nicht abrücken: Dieses Angebot habe für alle Bieter gegolten. Wenn es nicht angenommen werde, steige die Wahrscheinlichkeit einer Liquidation von Karstadt erheblich. Ein Berggruen-Sprecher wollte die genaue Höhe der von dem Investor geforderten Mietsenkungen nicht nennen. Sollte es keine Einigung geben, könne der Kaufvertrag für Karstadt unter Vorbehalt unterschrieben werden, sagte er. Ohnehin müsse bis zu einer Übernahme von Karstadt durch Berggruen noch eine ganze Reihe offener Fragen geklärt werden. Nach den Planungen von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg soll der Kaufvertrag bis zum Mittwoch (9. Juni) unterschrieben werden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das Essener Amtsgericht den Insolvenzplan in Kraft setzen kann; geplant ist dies für Donnerstag (10. Juni).

Der Privatinvestor Nicolas Berggruen will nach bisherigen Angaben keinen Personalabbau unter den 25 000 Karstadt-Beschäftigten vornehmen und die 120 Warenhäuser erhalten. Der angebotene Kaufpreis für Karstadt soll dem Vernehmen nach bei rund 70 Millionen Euro liegen. In den kommenden drei Jahren seien Investitionen von rund 240 Millionen Euro geplant, hieß es aus Kreisen.

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane wies in einem Interview mit “rbb-inforadio“ darauf hin, dass bei Karstadt noch nicht “alles in trockenen Tüchern“ sei. “Wir sind noch nicht am Ziel, dass man sagen kann, jetzt hat das neue Kapitel endgültig angefangen, wir sind noch im Übergang, aber es ist eine wichtige Etappe“, sagte sie. Die Gewerkschaft Verdi hatte sich am Montag bei der entscheidenden Sitzung des Gläubigerausschusses öffentlich für den Investor Berggruen ausgesprochen.

dpa 

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