Kartellamt: Berliner zahlen zu viel für Wasser

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Die Berliner dürfen sich künftig über niedrigere Preise für ihr Trinkwasser freuen.

Bonn/Berlin - Verbraucher in Berlin zahlen zu viel für ihr Trinkwasser - zu diesem Schluss kommt das Bundeskartellamt und hat den Berliner Wasserbetrieben (BWB) eine Abmahnung geschickt.

In den kommenden drei Jahren müssen die Wasserpreise in Berlin um durchschnittlich rund 19 Prozent gegenüber 2010 gesenkt werden, wie die Behörde am Montag in Bonn mitteilte. Die Absenkung bezieht sich auf die Durchschnittspreise pro Kubikmeter über alle Tarife hinweg und ohne Steuern und Abgaben. Im Vergleich zu 2010 würden die Einnahmen für die kommenden drei Jahre um rund 205 Millionen Euro sinken. Das käme den Berliner Wasserkunden unmittelbar zugute.

Die abschließende Entscheidung ist für Anfang 2012 geplant. Die Beteiligten können nun zu den Ausführungen des Bundeskartellamtes und der geplanten Preisabsenkung Stellung nehmen.

Das Verfahren gegen die BWB wurde im März 2010 eingeleitet. Das Kartellamt sammelte in der Folgezeit Daten zur Wasserversorgung von allen 38 Städten in Deutschland mit mehr als 200 000 Einwohnern. Als Vergleichsmaßstab für die Wasserpreise in Berlin wurden schließlich die Preise der Wasserversorger in Hamburg, München und Köln herangezogen, da die Versorgungsbedingungen dort strukturell mit Berlin vergleichbar seien. Das Bundeskartellamt “hat dabei signifikant höhere Erlöse der BWB im Vergleich zu den Wasserversorgern der anderen drei Großstädte festgestellt“, hieß es in der Mitteilung der Bonner Behörde.

Berlin ganz bunt

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Bei den Ermittlungen wurden insbesondere die Kosten für die in Deutschland sehr gute Trinkwasserqualität geprüft. Berlin hat nach Auffassung der Behörde keine höheren Aufwendungen als Hamburg, Köln oder München. Qualitativ hochwertiges Wasser sei in Berlin reichlich und gut zugänglich.

Die BWB sind der größte Wasserversorger Deutschlands. In ihren Aufgabenbereich fällt die Trink- und Abwasserversorgung im Großraum Berlin. Die Wasserversorger haben dem Bundeskartellamt zufolge in Deutschland ein Monopol, da die Kunden nicht zu anderen Anbietern wechseln können.

dpa

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