Konflikt zwischen BMW-Betriebsräten

München - In der Münchner Niederlassung des Autoherstellers BMW ist ein Streit zwischen Betriebsräten entbrannt, der mittlerweile auch die Justiz beschäftigt.

Ein entsprechender Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" wurde am Samstag bei BMW und der IG Metall bestätigt. Der Konzern hoffe darauf, dass der Betriebsfrieden bald wieder hergestellt sei, sagte ein BMW-Sprecher. Dem Bericht zufolge haben 28 BMW-Mitarbeiter vor dem Arbeitsgericht das Ergebnis der vorgezogenen Betriebsratswahlen in der BMW-Niederlassung angefochten.

Die betreffenden Mitarbeiter verlangten, die Wahl wegen schwerwiegender Gesetzesverstöße für unwirksam zu erklären, hieß es. Die Vorwürfe, die in einem 22-seitigen Schriftsatz erhoben würden, reichten von Verfahrensfehlern, mehrfach abgegebenen Stimmen bis hin zu ungeklärten Vorkommnissen im Wahlvorstandsbüro am Abend nach der Wahl. Das Arbeitsgericht habe am ersten Verhandlungstermin den Beteiligten eine Frist bis Ende Februar gesetzt, um sich gütlich zu einigen, sagte eine Sprecherin des Gerichts der Zeitung.

Der Münchner IG-Metall-Chef Horst Lischka erklärte, der Fall sei für die Gewerkschaft nicht von Brisanz. Es sei nicht außergewöhnlich, dass es im Zuge einer Betriebsratswahl zu einem Konflikt komme oder eine Wahl angefochten werde. Man warte jetzt die Entscheidung des Arbeitsgerichts ab. "Wenn die Wahl wiederholt werden müsste, wird sie wiederholt."

dpa

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