Krankenkassen befürchten zusätzliche Kosten für Versicherte

Berlin - Die Krankenkassen rechnen mit höheren Kosten für die Versicherten. Warum die Kassen befürchten, dass sie ihre Versicherten bald noch stärker zur Kasse bitten müssen:

Anders als von der Bundesregierung versprochen, müssten sie den Sozialausgleich, mit dem übermäßige Belastungen durch Zusatzbeiträge der Kassen verhindert werden sollen, bald selbst bezahlen, sagte die Chefin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, der Zeitung “Die Welt“ (Montagausgabe). Eigentlich sollte der Sozialausgleich komplett aus Steuergeldern finanziert werden.

Die Kassen sind alarmiert wegen des Gesetzes gegen den Ärztemangel, das Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am Mittwoch dem Kabinett vorlegen will. So habe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei Bahr durchgesetzt, den Steuerzuschuss für den Sozialausgleich zu kürzen oder zu begrenzen, wenn dessen Förderprogramm für Ärzte teurer wird als gedacht. Wie die Kassen sei auch Schäuble skeptisch, dass das Gesundheitsministerium die Folgekosten des “Versorgungsgesetzes“ richtig einschätze, schreibt die Zeitung.

“Mit dieser Schutzklausel für den Bund wird die Steuerfinanzierung des Sozialausgleichs ausgehebelt - zumindest für den Teil, der durch höhere Ausgaben für Ärzte entsteht“, sagte Pfeiffer der Zeitung. Auch der Vorstandschef des Verbands der Ersatzkassen, Thomas Ballast, sagte dem Blatt: “Am Ende zahlen die Versicherten den Sozialausgleich zumindest teilweise selbst.“

dapd

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