Lebensversicherung: Klagen über schlechte Beratung

München - Tausende Kunden von Lebensversicherungen fühlen sich schlecht beraten und haben sich darum beim Versicherungs-Ombudsmann Günter Hirsch beschwert.

Insgesamt erhielt der Schlichter vergangenes Jahr 12.720 zulässige Beschwerden, 38,5 Prozent betrafen Lebensversicherungen, berichtet das Nachrichtenmagazin “Focus“ einer entsprechenden Vorabmeldung zufolge. Am meisten enttäuschte die Kunden, dass Vertreter ihnen beim Verkauf hohe Summen in Aussicht gestellt hatten, sie aber viel weniger ausgezahlt bekamen, schreibt das Blatt. Viele beklagten sich auch darüber, dass ihnen eine nicht passende Police vermittelt worden war. Vertreter hatten beispielsweise Riester-Verträge empfohlen, obwohl der Kunde gar nicht förderfähig war.

Andere Berater verkauften Rürup-Renten, obwohl der Kunde nicht von den Steuervorteilen profitieren konnte. Der Versicherungs-Ombudsmann schlichtet kostenlos zwischen Versicherungsunternehmen und ihren Kunden. Seit April 2008 hat der ehemalige Präsident des Bundesgerichtshofs, Hirsch, diesen Posten inne.

dapd

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