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Ukraine-Konflikt spitzt sich zu: Lufthansa setzte alle Flüge nach Kiew aus

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Von: Christina Denk

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Die Lage im Ukraine-Konflikt spitzt sich zu. Das Auswärtige Amt rät deutschen Bürgern dringend zur Ausreise. Nun streicht Lufthansa bis Ende Februar alle Flüge nach Kiew und Odessa.

Kiew - Die Lage in der Ukraine-Krise* spitzt sich zu. Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung für die Ukraine verschärft. Nun hat die Lufthansa angekündigt, alle Flüge nach Kiew und Odessa auszusetzen. Der Stopp gilt ab dem Montag, 21. Februar. Er soll  „vorerst bis Ende Februar“ gelten, teilte das Unternehmen am Samstag auf Anfrage der AFP mit.

Ukraine-Konflikt: Lufthansa streicht Flüge nach Kiew und Odessa - Ausreise bis Sonntag noch möglich

Am Samstag und Sonntag sollen noch vereinzelt Flüge stattfinden, um Menschen die Ausreise zu ermöglichen, berichtet die Bild mit Bezug auf einen Lufthansa-Sprecher. Von den abgesagten Flügen betroffene Gäste würden informiert und auf alternative Flugverbindungen umgebucht. Die Flüge nach Lemberg (Lwiw) fänden weiterhin statt.

„Lufthansa verfolgt die Lage weiterhin intensiv und steht mit nationalen und internationalen Behörden im engen Austausch“, sagte der Sprecher weiter. Mit Blick auf die drohende Eskalation im Ukraine-Konflikt hieß es weiter, Lufthansa beobachte die Situation ständig und werde zu einem späteren Zeitpunkt über weitere Flüge entscheiden. Der Grund für den Stopp ist die sich zuspitzende Lage an der Grenze zu Russland.

Lage in der Ukraine spitzt sich zu: Auswärtiges Amt verschärft Reisewarnung

Etwa gleichzeitig zum Flug-Stopp der Lufthansa hat das Auswärtige Amt seine Reisewarnung für die Ukraine verschärft. „Deutsche Staatsangehörige werden dringend aufgefordert, das Land jetzt zu verlassen“, heißt es auf der Website. „Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine haben angesichts massiver Präsenz und Bewegungen russischer Militärverbände nahe der ukrainischen Grenzen weiter zugenommen. Eine militärische Auseinandersetzung ist jederzeit möglich“, warnt das Amt. Auch die deutschen Sicherheitsbehörden bereiten sich auf „jedes Szenario“ vor.

Bislang hatte das Auswärtige Amt nur Bürgern die Ausreise empfohlen, deren Aufenthalt in der Ukraine nicht zwingend notwendig ist. Sollte es jedoch zu einem „russischen Angriff auf die Ukraine kommen, sind die Möglichkeiten zur Unterstützung deutscher Staatsangehöriger sehr begrenzt“, informiert das Amt weiter. „Reisen Sie rechtzeitig aus“, lautet die Empfehlung. Am Samstag zog auch Frankreich nach und riet seinen Staatsbürgern ebenfalls zur Ausreise aus der Ukraine. Zuvor hatten bereits zahlreiche weitere Länder, darunter die USA und Großbritannien, ihre Bürger zum Verlassen der Ukraine aufgefordert. Alle aktuellen Entwicklungen um den Ukraine-Konflikt lesen Sie im News-Ticker. (chd/AFP)

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