Gewinne bei Reederei Møller-Maersk brechen massiv ein

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Ein Frachter der Maersk-Gruppe im Hafen von Rotterdam. Foto: Claus Bjorn Larsen

Dem Reedereiriesen Møller-Maersk bläst starker Gegenwind entgegen. Vor allem die Containerschifffahrt macht den Dänen zu schaffen. Angesichts immer weiter sinkender Frachtraten muss ein Plan her.

Kopenhagen (dpa) - Fallende Frachtraten und niedrige Preise haben den Gewinn des Reederei- und Ölriesen A.P. Møller-Maersk im zweiten Quartal massiv einbrechen lassen. Das Unternehmen verdiente 134 Millionen US-Dollar (rund 120 Mio Euro) im Vergleich zu knapp 1,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.

"Das Ergebnis ist unbefriedigend", sagte der neue Chef der Maersk-Gruppe, Søren Skou, laut Mitteilung am Freitag in Kopenhagen.

Der Umsatz sank von rund 10,5 auf etwas mehr als 8,8 Milliarden US-Dollar (knapp 8 Mrd Euro). Um die Entwicklung abzufedern, hat das Unternehmen vor allem in den Geschäftsbereichen Schifffahrt und Öl stark gespart.

In der Containerschifffahrt machen der Reederei nicht nur die geringen Frachtraten und niedrigen Preise, sondern auch die große Zahl der Mitbewerber zu schaffen. Im zweiten Quartal schrieb der Unternehmensbereich Maersk Line, das größte Standbein des Unternehmens, Verluste von 151 Millionen US-Dollar (rund 135 Mio Euro). Bis Ende 2017 wollen die Dänen hier 4000 der etwa 23 000 Stellen streichen. Insgesamt beschäftigt die Gruppe rund 88 300 Mitarbeiter.

Für das dritte Quartal kündigte Skou, der den bisherigen Maersk-Chef Nils Smedegaard Andersen im Juli ersetzt hatte, außerdem eine "strategische Überprüfung des Unternehmens" an, um die Gruppe wieder auf Kurs zu bringen. Für das gesamte Jahr 2016 erwarten die Dänen ein Ergebnis deutlich unter dem von 2015. Zu dem Konzern gehören neben der Containerschifffahrt, die Öl- und Gasförderung und Logistik.

Quartalsbericht, Englisch

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