Merkel eröffnet Luftfahrausstellung ILA

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Angela Merkel eröffnet die Luftfahrtmesse.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Dienstag in Berlin-Schönefeld die Luftfahrtmesse ILA eröffnet. Die Ausstellung hat eine mehr als 100-jährige Geschichte.

Trotz Krise soll die Forschung der Luftfahrt zum Aufwind verhelfen. Mit einem Bekenntnis zu Investitionen in Bildung und Forschung eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag die Berliner Luftfahrtschau ILA. “Die Luftfahrt ist nach wie vor ein Wirtschaftsbereich, der die Technologieentwicklung insgesamt vorantreibt“, sagte Merkel.

Bilder vom Eröffnungstag

Luftfahrtmesse ILA in Berlin

Die Luftfahrt habe große Bedeutung für den Industriestandort Deutschland. “Das, was man hier sehen kann, ist Hightech im wahrsten Sinne des Wortes, gepaart mit dem Abenteuer des Fliegens“, sagte die CDU-Chefin. Sie freue sich außerdem sehr, dass die ILA großen Wert auf die Ausbildung von Nachwuchs lege. Zudem lobte Merkel besonders die Entwicklung des Superjumbos vom Typ Airbus A380 als “Paradebeispiel für die Kooperation von vielen“.

BDLI lobt Sparpaket als “mutig“

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Thomas Enders, begrüßte das Sparpaket der Kanzlerin. Als positiv für die Luft- und Raumfahrtindustrie hob er hervor, dass Zukunftsinvestitionen in Forschung, Entwicklung und Bildung nicht reduziert würden. “Ich unterstreiche ganz besonders die Bildung, denn davon lebt die Branche.“

Nicht erfreut sei die Branche hingegen über die Ankündigung einer Luftverkehrsabgabe. Zur Ausgestaltung dieser Abgabe kündigte der BDLI-Chef noch Diskussionsbedarf an. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle betonte, mit einem “beispielgebenden“ Umsatzwachstum von vier Prozent seien die Zukunftschancen der Branche positiv. “Jeder neu geschaffene Arbeitsplatz in der Luftfahrt zieht einen weiteren Arbeitsplatz in einem branchenfremden Sektor nach“, erklärte der FDP-Politiker.

Schweiz mahnt zu mehr Ökologie

Kritik kam von der Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard. Mit Blick auf das Verkehrschaos nach Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull sagte sie: “Die Natur zeigt uns Grenzen auf.“ Leuthard forderte die Aussteller auf, auch die Bedürfnisse der Umwelt auf ihr Radar zu nehmen.

Der Kerosinverbrauch müsse weiter reduziert werden, und erneuerbare Energien müssten stärker zum Zug kommen. Insgesamt zeigen auf der ILA 1.153 Aussteller aus 47 Ländern auf 250.000 Quadratmetern etwa 280 Fluggeräte. Ein Highlight der Messe ist diesmal der Militärtransporter Airbus A400M, der erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit dem A380 ist der Flugzeugbauer gleich zweimal vertreten: Lufthansa und Emirates zeigen ihre Maschinen.

Platzeck erfreut über Verbleib der ILA in Brandenburg

Die alle zwei Jahre veranstaltete Luft- und Raumfahrtschau findet seit 1992 am Flughafen Schönefeld statt. Dieses Jahr ist sie vom 8. bis 13. Juni geöffnet. Wegen des Platzbedarfs des im Bau befindlichen Großflughafens soll die Schau 2012 nach Selchow im Südwesten des Rollfelds umziehen.

Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck zeigte sich erfreut über den Verbleib der Messe in Brandenburg. Dies werde die Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen Berlins und Brandenburgs weiter befördern. Rund 5.000 Menschen arbeiteten bei den etwa 130 Unternehmen in der Region, davon 4.500 allein in Brandenburg, erklärte der SPD-Politiker.

dapd

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