Metall-Tarifkonflikt steuert auf Warnstreiks zu

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In Nordrhein-Westfalen soll nach Ende der Friedenspflicht um Mitternacht in 60 Betrieben die Arbeit vorübergehend ruhen. Auch in Bayern hat die IG Metall zu massiven Warnstreiks aufgerufen. Foto: Jens Wolf

Frankfurt/Düsseldorf/Berlin (dpa) - Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie steuert auf erste Arbeitskampfmaßnahmen zu. Nach ergebnislosen Verhandlungsrunden in mehreren Tarifbezirken dürfte es im Streit um Entgelterhöhungen nun zu massiven bundesweiten Warnstreiks kommen.

In Nordrhein-Westfalen soll nach Ende der Friedenspflicht um Mitternacht in 60 Betrieben die Arbeit vorübergehend ruhen. Auch in Bayern hat die IG Metall zu massiven Warnstreiks aufgerufen. Im dritten großen Tarifbezirk, in Baden-Württemberg, treten die Tarifparteien erst am Nachmittag zu Verhandlungen zusammen.

In der dritten Verhandlungsrunde hatten die Metallarbeitgeber ein "alternatives Angebot" vorgelegt, um Bewegung in die Gespräche zu bringen. So wurden ab April Einkommensverbesserungen in zwei Stufen angeboten, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1 Prozent summieren.

Diese Offerte lehnte die Gewerkschaft ab. "Die Arbeitgeber verharren nach wie vor im Angebotskeller", erklärte NRW-Bezirksleiter Knut Giesler. Die IG Metall fordert für die bundesweit 3,8 Millionen Beschäftigten der Elektro- und Metallindustrie 5 Prozent mehr Geld.

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