IT-Technik als Jobmotor: Eine Million neue Jobs

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Die Bundesregierung setzt auf den Ausbau der Informationstechnologie: Laut einer OECD-Studie könnten europaweit in diesem Bereich  in den nächten Jahren rund ein Millionen neue Jobs entstehen.

Stuttgart - Die Bundesregierung will den Ausbau der Breitbandnetze mit Nachdruck vorantreiben. Laut Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sollen dafür 40 Miliarden Euro fließen.

Die Bundesregierung setzt während der einsetzenden Wirtschaftserholung auf die Informations- und Kommunikationstechnologie als Jobmotor. Auf dem IT-Gipfel in Stuttgart sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle: “Wir brauchen gerade jetzt den Erfolg der Branche, um erfolgreich zu sein.“

Der FDP-Politiker verwies darauf, dass laut einer OECD-Studie im Bereich IT europaweit eine Million neue Jobs entstehen könnten, davon ein Drittel in Deutschland. Er bekräftigte, die Bundesregierung setze vor allem auf den Ausbau des Breitbandnetzes - dies sei der Kernpunkt der IT-Strategie.

Das Breitbandnetz sei die Infrastruktur der Moderne. “Nicht nur die Autos müssen fahren, sondern die Daten müssen auch fließen können.“ Mit dem Breitbandausbau könnten in Deutschland bis Ende 2014 400.000 neue Jobs geschaffen werden, sagte der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel.

Die Mittel von 40 Milliarden Euro kündigte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Dienstag in der sogenannten “Stuttgarter Erklärung“ auf dem IT-Gipfel an.

Nach Angaben des Ministers will die Bundesregierung bis zur Sommerpause eine einheitliche Strategie für Projekte und den Umgang mit der Informations- und Kommunikationstechnologie vorlegen.

Durch den Breitbandausbau entstehe bis zum Jahr 2020 über alle Branchen europaweit rund eine Millionen Arbeitsplätze, erklärte Brüderle unter Berufung auf eine Studie.

Nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) könnten allein in Deutschland bis Ende 2014 rund 400 000 neue Jobs geschaffen werden. “Die erfolgreiche Einbindung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Industrie und Gesellschaft entscheidet über unsere Zukunftsfähigkeit“, betonte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel. Der Chef von Europas führendem Softwarehersteller SAP, Léo Apotheker, forderte bessere Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation. Außerdem müssten die Ergebnisse der Leuchtturmprojekte marktfähig gemacht werden. Nur dann könne Deutschland auch im IT- Sektor weiter Exportweltmeister sein.

dpa

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