Verlegerwitwe überschreibt Aktien

Millionen-Geschenk für Springer-Chef Döpfner

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Mathias Döpfner hält nun 3,26 Prozent am Springerkonzern.

Berlin - Verlegerwitwe Friede Springer hat dem Vorstandsvorsitzenden des Medienkonzerns, Mathias Döpfner, ein Aktienpaket im Wert von 72,9 Millionen Euro geschenkt.

Am Dienstag, einen Tag vor ihrem 70. Geburtstag, hatte Springer knapp zwei Millionen Aktien oder rund zwei Prozent am Unternehmen an den Manager überschrieben, wie der Konzern am Freitag in einer Börsen-Pflichtmeldung mitteilte. Unternehmensinsider sahen in dem Geschenk ein Zeichen dafür, dass Springer Döpfner langfristig ans Unternehmen binden will.

Friede Springer hält damit noch einen Anteil 51,4 Prozent am Verlagskonzern, Döpfner hat nun 3,26 Prozent. An den Mehrheitsverhältnissen bei dem Medienkonzern ändert sich damit nichts.

In der vergangenen Woche hatte der Konzernchef für das erste Halbjahr Rekordzahlen vorgelegt. So hatte der Verlag Axel Springer dank steigender Werbeerlöse und Erfolge im Internet von Januar bis Juni mit 1,62 Milliarden Euro einen um 6,2 Prozent höheren Umsatz gemacht als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um 5,6 Prozent auf 159,6 Millionen Euro.

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“So profitabel war die Axel Springer AG in einem ersten Halbjahr noch nie“, hatte Döpfner bei der Vorlage der Zahlen gesagt. Insgesamt sei es ein “außergewöhnlich erfolgreiches erstes Halbjahr“ gewesen.

Am Mittwoch hatte Friede Springer unter anderem im Beisein von Döpfner und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin ihren 70. Geburtstag gefeiert. Über das Aktiengeschäft war zu diesem Zeitpunkt noch nichts bekannt geworden. Springer hatte von Döpfner einen Tango-Kurs geschenkt bekommen.

dapd

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