Moody's überprüft weiter mögliche Herabstufung Italiens

Frankfurt/Main - Die Ratingagentur Moody's droht Italien trotz der zuletzt verabschiedeten Sparpakete weiterhin mit einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit.

Es bestehe weiterhin die Gefahr, dass Italien seine Note “Aa2“ verlieren könnte, teilte Moody's am Freitagabend in Frankfurt mit. Moody's hatte bereits Mitte Juni mit der Überprüfung begonnen und viele Beobachter hatten bereits jetzt mit einer Herabstufung gerechnet. “Aa2“ ist die drittbeste Note im Moody's-System.

Die Ratingagentur begründete die Androhung mit den Risiken für das wirtschaftliche Wachstum und möglicherweise steigenden Zinsen. Zudem gebe es Umsetzungsrisiken bei den Sparmaßnahmen. Außerdem könnten sich die Refinanzierungsbedingungen für Staaten der Eurozone mit hohen Schulden weiter verschlechtern, schreibt die Agentur weiter.

Italien hat nach Griechenland den zweithöchsten Schuldenstand in der Eurozone. Die Überprüfung der Kreditwürdigkeit werde fortgesetzt, da das wirtschaftliche und politische Umfeld herausfordernder geworden sei. Im nächsten Monat sei mit einer Entscheidung zu rechnen, teilte Moody's mit.

Italien hatte angesichts von gestiegenen Risikoaufschlägen für italienische Anleihen zuletzt zwei Sparpakete im Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro verabschiedet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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