Software-Update sorgt für neuen Wirbel um BayernLB

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Freie Wähler Landesvorsitzender Hubert Aiwanger sagt: “Jemand hat versucht, Informationen einzusehen, zu denen nur die Anwälte Zugang haben.“

München - In der Affäre um die BayernLB hat ein Software- Update der Bank-Computer für neuen Wirbel gesorgt. Der Verdacht von Datenklau bestätigte sich indes nicht.

Nach Vermutungen der Freien Wähler, die damit am Freitag an die Öffentlichkeit traten, hatten sich Unbefugte Zutritt zum Datenraum der Anwälte verschafft, die im Auftrag des Landtags Schadenersatzansprüche gegen Manager und Verwaltungsräte prüfen. Eine normalerweise verschlossene Fluchttür habe offengestanden, die Computer seien eingeschaltet gewesen.

Aufklärung kam von der BayernLB: Bei allen Bank-Computern sei das Programm Adobe Acrobat auf eine neue Version aktualisiert worden. Deswegen seien auch die Computer der Anwälte über das Bank-Netzwerk automatisch eingeschaltet worden. Betreten hätten den Raum zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, die nachts in der Bank ihre Kontrollgänge machen.

Dessen ungeachtet hat der Vorfall Konsequenzen: Der Betriebsleiter Sicherheit des Wachdienstes wurde suspendiert, der Wachmann, der die Tür offen stehen ließ, darf nicht mehr in der BayernLB seine Runden drehen. Außerdem ordnete der Bank-Vorstand Rund-um-die-Uhr-Schutz des Raums an. Künftig steht Sicherheitspersonal 24 Stunden täglich Wache. Zutritt zu dem Raum selber haben künftig nur noch die Anwälte der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg - und die Feuerwehr, falls es in der Bank brennen sollte. Die Wachleute aber müssen draußenbleiben, die Fluchttür wird zusätzlich durch einen Signalton gesichert.

dpa

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