Gläserne VW-Manufaktur neu eröffnet

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Ein VW-Luxusautomobil der Reihe "Phaeton", steht in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Wo bis vor kurzem noch die Luxuslimousine Phaeton vom Band rollte, ist nun eine Ausstellung zur Elektromobilität zu sehen. Bald soll bei Volkswagen in Dresden aber wieder produziert werden.

Dresden (dpa) - Drei Wochen nach dem Ende der Phaeton-Produktion hat die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden wieder eröffnet. Allerdings werden dort keine Autos mehr montiert.

Stattdessen dient die futuristisch anmutende Fabrik zunächst auf unbestimmte Zeit als "Erlebniswelt" - sozusagen eine Art VW-Autostadt im Kleinen. Die Ausstellung zu den Themen Elektromobilität und Digitalisierung gilt als Übergangslösung, um die Manufaktur nach dem Auslaufen der Phaeton-Fertigung nicht komplett leer stehen zu lassen.

Eine Entscheidung über die Zukunft der Gläsernen Manufaktur soll nach Auskunft von Sachsens VW-Chef Siegfried Fiebig spätestens bis zum Oktober oder November dieses Jahres fallen. Er zeigte sich zur Eröffnung der "Erlebniswelt" optimistisch: "Wir werden hier wieder Fahrzeuge im Manufakturstil fertigen." Dazu hätten sich die Beteiligten im Konzern bekannt. Ziel sei es, in Dresden nach wie vor Oberklassewagen von Volkswagen zu fertigen.

Das Schaufenster biete "innovative Zukunftstechnologien hautnah und zum Anfassen", so Fiebig. Teil des Konzepts sind rund 50 interaktive Exponate und Autos - darunter Elektrofahrzeuge, Multimediastationen und ein Fahrsimulator. Auch Probefahrten mit Elektro- und Hybridwagen werden angeboten. Derzeit hat VW nach eigenen Angaben acht Elektro- und Hybridautos im Programm. Bis 2020 sollen 20 weitere hinzukommen.

Ab 2017 soll die Manufaktur für eine flexible Montage umgerüstet werden. "Wir setzen darauf, dass bald wieder hochmoderne Fahrzeuge gebaut werden, die zukunftsweisend, elektromobil und digital sind", sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD).

Der Phaeton als Luxuskarosse von VW war im März nach 14 Jahren letztmalig vom Band gerollt. Damit reagierte der Konzern auf die seit Jahren sinkenden Verkaufszahlen beim Flaggschiff seiner Hauptmarke.

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