Österreich und Russland: Abkommen über Gas-Pipeline

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Handscglag zwischen Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin und Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann.

Wien - Österreich und Russland haben am Samstag in Wien ein Abkommen über die Zusammenarbeit beim russischen Pipelineprojekt South Stream unterzeichnet.

An der Zeremonie nahmen die Regierungschefs beider Staaten, Bundeskanzler Werner Faymann und Ministerpräsident Wladimir Putin teil. Das Abkommen regelt den Bau einer Teilstrecke der Gasleitung durch Österreich. Über die Pipeline soll Westeuropa mit russischem Gas versorgt werden. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung vom russischen Energieminister Sergej Schmatko und dem österreichischen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

Konkurrenz zu Nabucco-Projekt

Die geplante South-Stream-Leitung durch das Schwarze Meer steht in Konkurrenz zum Nabucco-Projekt. Dabei handelt es sich um eine von den USA und der EU geförderte Pipeline, die unter Umgehung Russlands Gas aus Zentralasien nach Europa bringen soll. Der russische Regierungschef Putin warb in Wien erneut für South Stream und äußerte Zweifel an der Realisierbarkeit des konkurrierenden Nabucco-Projekts. “Die Experten wissen: Ehe man etwas baut, muss man erst Lieferverträge abschließen“, sagte Putin nach einer Unterredung mit seinem österreichischen Kollegen Faymann vor Journalisten. Ohne solche Verträge sei der Bau einer Pipeline sinnlos. Putin spielte damit auf Probleme beim Nabucco-Projekt hinsichtlich fester Zusagen potenzieller Gaslieferanten an. Österreich, das auch am Nabucco-Projekt beteiligt ist, erhält etwa 70 Prozent seines Erdgasbedarfs aus Russland.

apn

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