Opel-Streit: Großbritannien warnt vor "Subventions-Krieg"

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Die Diskussionen um eine Opel-Übernahme durch den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna gehen weiter.

London - Im Streit um die geplante Opel-Übernahme schlägt Großbritannien schärfere Töne an. Der britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson warnte vor einem “Subventions-Krieg“.

Die Europäische Kommission müsse sicher stellen, dass bei einer Übernahme durch den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna “nicht die Größe des Scheckbuchs“ darüber entscheide, ob ein Werk geschlossen oder umstrukturiert wird. Wichtig seien vielmehr wirtschaftliche Erwägungen, sagte Mandelson nach Angaben der Zeitung “Financial Times“ (Freitag) mit Blick auf die Opel-Hilfen der Bundesregierung. Um dies sicherzustellen, hat sich die britische Regierung inzwischen an die EU gewandt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte eine Übernahme durch Magna unterstützt und dabei Kredite von insgesamt 4,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Großbritannien fürchtet, dass die eigenen Opel- Werke, in denen Autos der Schwestermarke Vauxhall gebaut werden, so das Nachsehen hinter den deutschen Werken haben. In den britischen Werken arbeiten rund 5000 Menschen.

Magna will europaweit rund 10 500 Stellen streichen. In Großbritannien ist vor allem das Werk in Luton , wo Kleintransporter produziert werden, vom Stellenabbau bedroht.

Es sei die “rechtliche Pflicht“ der Kommission, auf dem Unterschied “zwischen Wirtschaftlichkeit und politischer Zweckdienlichkeit“ zu pochen, sagte Mandelson. Auch in Belgien und Spanien hatte sich Unmut wegen der deutschen Hilfen für Opel geregt.

dpa

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