Porsche-Chef will mehr Migranten in Führungspositionen

+
Porsche Vorstandsvorsitzende Matthias Müller (r.), Porsche Betriebsratschef Uwe Hück und der türkischstämmige Porschemitarbeiter Yasar Tosun mit seiner Frau Isik.

Stuttgart - Bei der Vielfalt innerhalb der Belegschaft sieht Porsche-Chef Matthias Müller noch Nachholbedarf: Er wünscht sich mehr Migranten in den Führungspositionen des Autobauers.

Zwar seien Ausländer in allen Unternehmensbereichen beschäftigt. In den höheren Hierachie-Ebenen wünsche er sich aber noch mehr Mitarbeiter aus zugewanderten Familien - etwa als Ingenieure in der Entwicklung oder als Fach- und Führungskräfte im Management, sagte Müller am Samstagabend in Stuttgart. “Da gibt es noch Nachholbedarf. Wir haben das erkannt und werden darauf unser Augenmerk richten.“

Der Sportwagenbauer würdigte bei einem Festakt unter dem Motto “Gelebte Integration bei Porsche“ die Verdienste seiner Mitarbeiter mit ausländischen Wuzeln. Bei Porsche sind rund 10 000 Menschen aus 55 Nationen beschäftigt. Rund 14 Prozent der Mitarbeiter der Porsche AG hätten keine deutsche Staatsangehörigkeit, sagte der Vorstandschef.

Hintergrund der Veranstaltung war das deutsch-türkische Anwerberabkommen vor gut 50 Jahren. Die Türkei war nach Vereinbarungen mit Italien 1955 sowie Spanien und Griechenland 1960 das vierte Land, mit dem Deutschland ein Vertrag zum Anwerben von Gastarbeitern unterzeichnete. 1973 gab es wegen der Wirtschaftskrise dann ein Anwerbestopp.

dpa

Meistgelesen

Video
Radikale Wende: Diese Spar-Maßnahme könnten Lidl-Kunden bald spüren
Radikale Wende: Diese Spar-Maßnahme könnten Lidl-Kunden bald spüren
Apple mit Clou: Drei wichtige Neuerungen bei iPhone und iPads
Apple mit Clou: Drei wichtige Neuerungen bei iPhone und iPads
Merkel: Digitalisierung revolutioniert die Wirtschaft
Merkel: Digitalisierung revolutioniert die Wirtschaft
Ex-HRE-Chef Funke gibt vor Gericht Steinbrück die Schuld
Ex-HRE-Chef Funke gibt vor Gericht Steinbrück die Schuld

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion