Britische Wettbewerbsbehörde

Vor Gericht: Ryanair scheitert im Streit um Aer Lingus-Anteile

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London - Der irische Billigflieger Ryanair bangt weiter um seine Beteiligung am irischen Konkurrenten Aer Lingus. Der britische Berufungsgerichtshof wies am Donnerstag eine Beschwerde der Fluggesellschaft gegen eine Entscheidung der britischen Wettbewerbsbehörde zurück.

Ryanair war bereits im März 2014 mit einer Berufung gescheitert. Ryanair hält 29,8 Prozent der Anteile an Aer Lingus. Die britische Kartellbehörde hatte das Unternehmen im Jahr 2013 aufgefordert, seinen Anteil aus wettbewerbsrechtlichen Gründen auf fünf Prozent zu reduzieren. Dagegen ging Ryanair bisher erfolglos vor. Nach der jüngsten Entscheidung am Donnerstag kündigte das Unternehmen an, vor den Obersten Gerichtshof Großbritanniens zu ziehen. Die Einschätzung der Wettbewerbsbehörde, dass eine Beteiligung von Ryanair andere Fluggesellschaften von einer Übernahme von Aer Lingus abhalte, habe sich als "falsch" erwiesen. Der Verwaltungsrat von Aer Lingus hatte im Januar unter Auflagen einer Übernahme durch den Luftfahrtkonzern International Airlines Group (IAG) zugestimmt, zu dem British Airways und Iberia gehören. Damit IAG zum Zuge kommt, müssen aber die beiden Hauptaktionäre zustimmen - Ryanair und der irische Staat, der einen Anteil von 25,1 Prozent hält. Ryanair hatte in den vergangenen Jahren dreimal erfolglos versucht, Aer Lingus ganz zu übernehmen. Zuletzt scheiterte ein Versuch im Februar 2013, als die EU-Kommission ihr Veto einlegte.

AFP

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