Schlechte Ernte für deutsche Bauern

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Die Getreideernte ging im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zurück.

Berlin - Schlechte Witterung hat den deutschen Bauern eine sehr magere Ernte beschert. Insgesamt konnten nur rund 41 Millionen Tonnen Getreide geerntet werden - ein Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zu 2010.

“In diesem Jahr trifft es die Bauern besonders hart“, sagte Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag in Berlin unter Verweis auf den Erntebericht des Ministeriums.

“Erst schwierige Aussaatbedingungen im Herbst, dann zu wenig Regen im Frühjahr, starke Spätfröste im Mai und starke Regenfälle zur Erntezeit haben unseren Landwirten die Arbeit schwer gemacht“ betonte Aigner. Vielerorts wurde die Ernte durch Regen verzögert, die Bauern mussten daher Einbußen sowohl bei Menge und Qualität hinnehmen. Der durchschnittliche Hektarertrag ging laut Ministerium verglichen mit dem vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 6,36 Tonnen zurück. Die Ernteeinbußen fielen regional sehr unterschiedlich aus. Im Norden und Nordosten waren die Einbußen größer als in West- und Süddeutschland.

Vom Winterweizen, der wichtigsten Getreidesorte, wurden 2011 nur 22,6 Millionen Tonnen geerntet (minus 3,7 Prozent). Beim Roggen gab es mit nur 2,5 Millionen Tonnen ein Minus von 15 Prozent. Während die Wintergerstenernte mit einem Rückgang um 21,6 Prozent stark einbrach, gab es bei der Sommergerste, die vor allem als Braugerste verwendet wird, ein deutliches Plus von 18,1 Prozent. Ähnliche Zahlen hatte vergangene Woche auch der Bauernverband in seiner Bilanz mitgeteilt.

dpa

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