Schüler kostet den Staat 5.000 Euro im Jahr

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Die aktuellsten Zahlen belegen: Die Ausbildung eines Schülers an öffentlichen Schulen hat den Staat im Jahr 2007 durchschnittlich 5.000 Euro gekostet.

Wiesbaden - Die Ausbildung eines Schülers an öffentlichen Schulen hat den Staat im Jahr 2007 durchschnittlich 5.000 Euro gekostet. Erfahren Sie, in welchem Bundesland die Ausbildung am meisten kostet:

Das waren 100 Euro mehr als 2006, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Der bereits seit dem Jahr 2000 beobachtete Anstieg flachte sich demnach allerdings ab. 2006 hatte die Zunahme gegenüber dem Vorjahr noch 200 Euro betragen. Für Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen wurden 2007 durchschnittlich 5.400 Euro aufgewendet, an beruflichen Schulen 3.600 Euro.

Je nach Schulart variierten die Ausgaben zwischen 2.200 Euro an Berufschulen im Dualen System, 4.200 Euro an Grundschulen, über 5.600 Euro an Gymnasien bis zu 13.100 Euro an Förderschulen. Die unterschiedlichen Kosten ergeben sich den Angaben zufolge daraus, wie viele Schüler von einem Lehrer unterrichtet werden. Diese sogenannte Schüler-Lehrer-Relation ist in Förderschulen besonders niedrig. Bei den Berufschulen im Dualen System macht sich der Teilzeitunterricht bemerkbar.

Ausgaben unterscheiden sich je nach Bundesland

Zwischen den Bundesländern variieren die Ausgaben deutlich - mit dem niedrigsten Durchschnittssatz im Saarland mit 4.400 Euro und dem höchsten, nämlich 6.000 Euro, in Hamburg und in Thüringen. Unter dem Durchschnitt liegen die Aufwendungen auch in Nordrhein-Westfalen (4.500 Euro), Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (4.600 Euro), Rheinland-Pfalz und Niedersachsen (4.800 Euro) sowie Brandenburg und Bremen (4.900 Euro). Direkt im Durchschnitt von 5.000 Euro liegt Hessen.

Darüber rangieren auch Baden-Württemberg (5.100 Euro), Bayern und Sachsen (5.200 Euro), Sachsen-Anhalt (5.600 Euro) und Berlin (5.800 Euro). Verantwortlich für die Unterschiede sind laut Bundesamt die jeweils andere Schulstruktur und das jeweils andere Unterrichtsangebot, wie beispielsweise bei der Ganztagsbetreuung, den Betreuungsrelationen und der Besoldungsstruktur.

In allen Ländern sind die Personalausgaben jedoch die dominierende Ausgabenkomponente, wie die Statistiker weiter erklärten. Im Bundesdurchschnitt machten sie 4.000 Euro und damit 80 Prozent der Kosten pro Schüler aus. Für die Unterhaltung der Schulgebäude oder Lehrmittel wurden im Durchschnitt 600 Euro pro Schüler (zwölf Prozent) ausgegeben, für andere Sachinvestitionen 400 Euro (acht Prozent).

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