Siemens-SIS bestätigt Stellenstreichung

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Die Mitarbeiter sind wegen der Streichung der Stellen bereits auf die Straße gegangen

München - Siemens macht seine Ankündigung wahr, streicht zum 1. Oktober in Deutschland 2000 Stellen in der IT-Sparte Siemens IT Solutions and Services und nennt den Grund dafür.

Weltweit sollen 4200 Stellen gestrichen werden. Das bestätigte die Firma in einer Mitteilung vom Sonntag. In den vergangenen Jahren sei der Umsatz der Sparte um gut ein Viertel zurückgegangen. Deshalb werde SIS nun als eigenständige Gesellschaft ausgegliedert. Das neue Unternehmen erhalte die Rechtsform einer GmbH. Die neue SIS GmbH werde die bisher sieben Geschäftseinheiten nun in drei Einheiten zusammenfassen.

Die Arbeitnehmervertreter hatten im August die Eckpunkte für die Ausgliederung des Siemens-IT-Dienstleisters SIS akzeptiert und einen Interessensausgleich mit dem Arbeitgeber geschlossen. Das Paket umfasst Angebote für Altersteilzeit, Aufhebungsverträge und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine interne Transfergesellschaft.

SIS schrieb auch im dritten Quartal des am 30. September ablaufenden Geschäftsjahres rote Zahlen und verlor 81 Millionen Euro. Nach einem “Spiegel“-Bericht (Samstag)rechnet der Konzern für das endende Geschäftsjahr nur noch mit Verkaufserlösen von rund 4,1 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Hightech-Ableger von Siemens noch immerhin knapp 4,7 Millionen umgesetzt.

Um den Umsatzeinbruch zu stoppen, soll dem “Spiegel“ zufolge die oberste Hierarchieebene halbiert werden. Langjährige Mitarbeiter, die bis Ende September freiwillig scheiden, bezahle der Konzern eine Abfindung von bis zu 300 000 Euro. Wer in eine Transfergesellschaft wechsle, soll maximal 210 000 Euro erhalten. Ab 2012 erhoffe man sich ein deutliches Wachstum, das ein Jahr später zu branchenüblichen Renditen führen soll.

dpa

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