Solarbranche fordert Strafzölle für China

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Der Solarmarkt kämpft mit einem rapiden Preisverfall

Berlin - Angesichts des Preisverfalls auf dem weltweiten Solarmarkt fordert die Branche in Deutschland Strafzölle für chinesische Hersteller von Solartechnik.

Es gehe um gleiche Bedingungen für deutsche Unternehmen auf dem deutschen Markt, sagte der Vorsitzende des Forschungsverbunds Solarvalley Mitteldeutschland, Hubert Aulich, der „Osterländer Volkszeitung“. „Es gibt eine deutliche Verzerrung des Wettbewerbs.“ China baue seine Fertigungskapazitäten zum Teil extrem aggressiv aus, weil sich das Land diesen Markt langfristig sichern wolle.

In der Folge stöhne der Markt unter massiven Überkapazitäten und einem Preisverfall von bis zu 50 Prozent. Aulich forderte von der Politik eine stärkere Protektion deutscher Unternehmen. „Dafür gibt es in anderen Branchen entsprechende Zölle. Das kann ich mir auch für die Solarbranche vorstellen“, sagte er dem Blatt.

Am vergangenen Mittwoch hatte der Schott-Konzern (Mainz) angekündigt, sich aus dem Geschäft mit Solar-Silizium zurückzuziehen und die Produktion von Siliziumscheiben (Wafer) für Solarzellen in Jena nicht mehr weiterzuführen. Die Schott Solar AG begründete dies mit der nicht mehr gegebenen Wirtschaftlichkeit. Der Berliner Solarmodulhersteller Solon beantragte Insolvenz, ebenso wie der Erlanger Kraftwerkbauer Solar Millennium.

dpa

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