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Starkes Chip-Geschäft beschert Samsung hohen Gewinnzuwachs

Starkes Chip-Geschäft beschert Samsung hohen Gewinnzuwachs
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Der Schriftzug von Samsung steht am Eingang zum Hauptsitz von Samsung Electronics Co. in Seoul.

Der Technologiekonzern Samsung profitiert weiter von der weltweit starken Chip-Nachfrage. Die Halbleiter-Knappheit treibt dabei auch die Preise nach oben.

Seoul - Das boomende Geschäft mit Halbleitern lässt die Gewinne des Elektronik-Riesen Samsung stark steigen. Der Überschuss kletterte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 73,4 Prozent auf 9,63 Billionen Won (7,07 Mrd Euro), wie das südkoreanische Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Mit 63,67 Billionen Won (46,8 Mrd Euro) erzielte der Marktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern seinen höchsten Umsatz in einem zweiten Quartal.

Die Speicherchip-Lieferungen hätten über früheren Schätzungen gelegen und die Preiserhöhungen seien höher als erwartet ausgefallen, hieß es in einer Mitteilung. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Samsung, dass sich die Marktbedingungen weiter günstig entwickeln werden.

Die Südkoreaner profitierten in der Corona-Pandemie vor allem von der verstärkten Arbeit von zu Hause, was zu einer größeren Nachfrage nach Speicherchips für Server und PCs führte. Durch die gleichzeitig entstandene Chip-Knappheit stiegen auch die Preise für einzelne Bauteile. Die Nachschub-Probleme machen sich bei Samsung in der Smartphone-Sparte bemerkbar.

Der Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise sowohl für DRAM-Speicherchips als auch für NAND-Flashspeicher beschleunigte sich laut Samsung im zweiten Quartal „stärker als erwartet“. Flash-Chips werden vor allem in Massenspeichern wie USB-Sticks und Kamera-Speicherkarten verwendet.

Im Smartphone-Geschäft verzeichnete Südkoreas Vorzeigeunternehmen zwar einen deutlich höheren operativen Gewinn gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres. Doch sei die Nachfrage im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres saisonbedingt und wegen der wieder stärkeren Ausbreitung des Coronavirus gesunken, hieß es.

Von April bis Juni wurden demnach 60 Millionen Mobiltelefone verkauft nach 81 Millionen im Quartal davor. Das Unternehmen hatte erwartet, dass sich der Verkauf seines Spitzenmodells verlangsamen wird. Samsung hatte die Galaxy-S21-Serie im Januar auf den Markt gebracht.

Mit Blick auf das weitere Jahr teilte Samsung mit, es wolle „bei Smartphones und Verbraucherelektronik eine solide Ertragskraft erhalten, indem es die Führung in der Premium-Kategorie stärkt“. Allerdings würden die Risiken durch Unterbrechungen in der Lieferkette von Komponenten und wegen der Unsicherheiten um die Corona-Pandemie voraussichtlich bestehen bleiben. dpa

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