Steuerzahlerbund will Rückzug der Politik aus BER-Aufsichtsrat

+
Dauerbaustelle BER: Der Bund der Steuerzahler fordert einen Rückzug der Politik aus dem Aufsichtsrat des Hauptstadtflughafens. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Berlin/Potsdam (dpa) - Der Bund der Steuerzahler (BdSt) fordert einen Rückzug der Politik aus dem Aufsichtsrat des Hauptstadtflughafens BER.

"Der Aufsichtsrat muss weniger politisch, mehr fachlich besetzt werden", sagte BdSt-Präsident Reiner Holznagel den "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Nötig sei am Flughafen nicht nur eine starke Geschäftsführung, "sondern auch ein knallharter Aufsichtsratsvorsitzender - und zwar kein Politiker."

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sitzt im Gegensatz zu seinem Vorgänger Matthias Platzeck (beide SPD) nicht in dem Gremium zur Kontrolle des Airports, dessen Eröffnung sich wegen Baumängeln mehrfach verzögerte. Aber Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller ist wie sein Vorgänger Klaus Wowereit (beide SPD) Aufsichtsratschef. "Es kann nicht sein, dass nur ein Bundesland Konsequenzen aus dem Debakel zieht", kritisierte Holznagel.

Der BdSt-Präsident bezog sich auf einen noch unveröffentlichten Bericht des Brandenburger Landesrechnungshofs. Dessen Inhalt war auf eine Anfrage des "Tagesspiegels" bekanntgeworden. Darin rügen die Rechnungsprüfer, dass die Gesellschafterversammlung als eigentlich höhere Instanz gegenüber dem Aufsichtsrat vernachlässigt werde.

Bund der Steuerzahler

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Gewerkschaft fordert Rücknahme von Sicherheitsvorschrift im Cockpit
Gewerkschaft fordert Rücknahme von Sicherheitsvorschrift im Cockpit
Frankreich ordnet Beteiligung an Opel-Käufer PSA neu
Frankreich ordnet Beteiligung an Opel-Käufer PSA neu
So sieht der 50-Euro-Schein bald nicht mehr aus
So sieht der 50-Euro-Schein bald nicht mehr aus
Solarworld verspricht Wende bis 2019
Solarworld verspricht Wende bis 2019

Kommentare