Streikwelle legt Griechenland lahm

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Zusammenstöße zwischen Polizisten und Streikenden in Athen.

Athen - Die Streikwelle wegen der drastischen Sparmaßnahmen in Griechenland geht weiter. Die Arbeitskämpfe haben das Land lahmgelegt. Die Griechen-Krise brachte auch den Deutschen Aktienindex (DAX) unter Druck.

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Griechenland noch näher am Staatsbankrott

Die meisten Staatsbediensteten blieben nach Medienberichten zu Hause. An einigen Schulen fiel der Unterricht aus. Am zweiten Tag in Folge war auch der Fährverkehr betroffen. Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandelten nur Notfälle. Der öffentliche Nahverkehr und der Flugbetrieb waren diesmal nicht betroffen.

Die Streikenden protestieren gegen Lohnkürzungen und Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou.

In Athen gingen unterdessen die Gespräche von Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Zentralbank (EZB) mit der griechischen Regierung über das kombinierte EU-IWF Hilfspaket in Höhe von insgesamt 45 Milliarden Euro. Am Ende sollen die Details der Finanzspritze an die Griechen genau definiert werden.

Griechen-Krise zieht DAX runter

Die ausufernde Schuldenkrise in Griechenland hat am Donnerstag den deutschen Leitindex unter Druck gebracht. Zuvor veröffentlichte positive Konjunkturdaten aus der Eurozone konnten somit keinen nachhaltigen Auftrieb geben. Der Dax, der zeitweise bis auf rund 6286 Punkte gestiegen war, büßte bis zur Mittagszeit 0,81 Prozent auf 6180 Punkte ein. Der MDax verlor 0,86 Prozent auf 8408 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,15 Prozent auf 848 Punkte abwärts.

“Es verdichten sich die Anzeichen, dass Griechenland wesentlich mehr Geld benötigt als bislang angenommen“, sagte Händler Stefan Söllner von der Postbank. Sollten die Schulden tatsächlich außer Kontrolle geraten, wäre das “verheerend“. Das Haushaltsdefizit der Griechen stieg nach jüngsten Daten aus Luxemburg auf 13,6 Prozent. Griechenland selbst hatte zuvor ein Defizit von 12,7 Prozent gemeldet.

Am deutschen Markt standen vor allem die Deutsche Bank, Infineon und Siemens nach Quartalszahlen von Wettbewerbern im Blick. Die Titel der Deutschen Bank waren mit minus 2,66 Prozent auf 53,85 Euro Schlusslicht im Dax und litten Händlern zufolge darunter, dass bei der Schweizer Großbank Credit Suisse der Nettogewinn unter der Markterwartung lag.

Die Aktien von Infineon und Siemens gaben nach Zahlen des Chipherstellers Hynix und des Industriekonzerns ABB zwischen 0,5 und 1,5 Prozent nach. Favorit im Dax war nach einer Deutsche-Bank-Studie das Papier von Merck mit plus 1,94 Prozent auf 63,05 Euro.

dpa

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