Studie: Deutschland droht kein tiefer Einbruch am Arbeitsmarkt

München - Dank staatlicher Hilfsmaßnahmen und der Erholung der Wirtschaft wird die Arbeitslosenquote in Deutschland laut einer Studie in den kommenden zwei Jahren nicht über zehn Prozent steigen.

Zwar werde die Arbeitslosigkeit ab Frühjahr 2010 zulegen, “sollte sich die Wirtschaft jedoch weiter so entwickeln wie bisher, wird dies nicht zu einer Überschreitung der Fünf-Millionen-Marke führen“, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Deloitte. “Mit Auslaufen der Kurzarbeitsregelung im Januar 2011 wird die Arbeitslosenrate vermutlich zehn Prozentpunkte erreichen - das ist hart, aber längst nicht so schlimm wie befürchtet“, hieß es.

Deutschland sei durch Arbeitsmarktreformen gut gerüstet in die Krise gegangen. Staatshilfen an Banken und Betriebe, die Verlängerung der Kurzarbeitsregelung und die dadurch robust bleibende Verbrauchernachfrage hätten der Wirtschaft Stabilität gegeben. Das Beratungsunternehmen schreibt auch den Firmen einen Anteil an der aktuell robusten Arbeitsmarktsituation zu. “Die Unternehmen handeln bislang umsichtig - sie nutzen Rücklagen und staatliche Hilfen vor allem, um Mitarbeiter zu halten und Geschäftsabläufe anzupassen, denn dies ist für den kommenden Aufschwung grundlegend“, hieß es.

ap

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