Tarifstreit bei der Post: Verdi kündigt Arbeitszeitregelung

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Die Gewerkschaft Verdi will eine tarifpolitische Forderung zur Arbeitszeit bei der Deutschen Post entwickeln. Foto: Christian Charisius/Archiv

Bonn/Berlin (dpa) - Bei der Deutschen Post droht ein größerer Arbeitskonflikt. Vor dem Hintergrund der Neuordnung der Paketzustellung kündigte die Gewerkschaft Verdi die tarifvertraglichen Regelungen zur Arbeitszeit zum 31. März.

"Den einseitigen Vertragsbruch können wir nicht hinnehmen", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Koscic. Die Gewerkschaft werde nun eine tarifpolitische Forderung zur Arbeitszeit entwickeln, die den Vertragsbruch kompensiere.

Im Januar hatte die Post angekündigt, Regionalgesellschaften unter dem Namen DHL Delivery GmbH zu gründen. Die dort Beschäftigten sollen nach dem niedrigeren Tarif der Speditions- und Logistikbranche bezahlt werden. Ziel des Unternehmens ist es, den Tarifabstand zu den Wettbewerbern zu verringern.

Nach Ansicht von Verdi will die Post nun befristet Beschäftigte, die bislang zu Konditionen des Haustarifvertrages arbeiteten, vor die Wahl stellen, entweder ihren Job zu verlieren oder bei den neu gegründeten Zustellfirmen zu schlechteren Bedingungen zu arbeiteten. Für die 140.000 Tarifbeschäftigten stehen zudem Tarifverhandlungen ins Haus. Zum 31. Mai ist der Entgelttarifvertrag kündbar.

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