Besserung nicht in Aussicht

Trübes Jahr 2019 für Maschinenbau: Bestellungen gesunken

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Montagehalle des Siemens-Turbinenwerks in Görlitz: Ein baldiges Ende der Flaute scheint vorerst nicht in Sicht. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa

Maschinenbau-Kunden halten sich mit Aufträgen zurück. Die exportorientierte Branche blickt auf ein mageres Jahr zurück. Das hat Folgen für 2020.

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands Maschinenbauer haben die globalen Handelskonflikte und andere Turbulenzen 2019 deutlich zu spüren bekommen. Verunsicherte Kunden hielten sich mit Bestellungen zurück.

Die Aufträge sanken gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 9 Prozent, wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. "Zusammengefasst war 2019 ein konjunkturell trübes Jahr für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland", sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Auch am Jahresende zeigte sich keine Besserung. Im Dezember stand in den Orderbüchern der exportorientierten deutschen Schlüsselindustrie ein Minus von 7 Prozent. Auch wenn der Rückgang unter dem Jahresschnitt lag, "der Dezember war ein magerer Monat", sagte Wortmann.

"Insbesondere internationale Handelsstreitigkeiten, zunehmender Protektionismus und das Brexit-Abenteuer sowie der tiefgreifende Strukturwandel in der Automobilindustrie haben zu Unsicherheiten und Investitionszurückhaltung geführt", erläuterte Konjunkturexperte. "Unsicherheit ist Gift für die Investitionsgüterindustrie." Die Bestellungen aus dem Inland sowie dem Ausland sanken im vergangenen Jahr um jeweils 9 Prozent.

Auch in diesem Jahr erwartet die mittelständisch geprägte Branche mit mehr als einer Million Beschäftigten keine durchgreifende Besserung. Der schwache Auftragseingang der vergangenen Monate werde sich in der Produktion 2020 niederschlagen, erläuterte Wortmann. Der VDMA ging zuletzt davon aus, dass die Produktion bereinigt um Preiserhöhungen (real) um etwa zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpfen dürfte nach einem Rückgang von ebenfalls rund zwei Prozent im Jahr 2019.

Die Folgen für den Arbeitsmarkt halten sich bislang in Grenzen. Im November wurden 1,064 Millionen Beschäftigte im Maschinenbau gezählt, das waren 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Branche bemühe sich, "die bestehende Mannschaft an Bord zu halten", hatte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker jüngst gesagt.

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