Opel-Mutter GM vor neuem Milliardenverlust

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General Motors legt am Donnerstag den Quartalsbericht vor: Dabei wird ein neuer Milliardenverlust erwartet.

New York - Der existenzbedrohte US-Autobauer General Motors hat zum Jahresauftakt laut Experten erneut einen Milliardenverlust eingefahren. Unter dem Strich wird zur Vorlage der Zahlen für das erste Quartal am Donnerstag ein Minus von rund sieben Milliarden Dollar befürchtet - der achte Quartalsverlust in Folge.

Wichtig für die Zukunft der Konzerntochter Opel: Wie hat das Europa-Geschäft von GM rund um den deutschen Autobauer abgeschnitten? Und wie viel Verluste wälzte die US-Mutter womöglich erneut nach Europa ab?

Der GM-Umsatz dürfte sich in den ersten drei Monaten auf rund 20 Milliarden Dollar mehr als halbiert haben, schätzen Analysten dem Datenanbieter Thomson-Reuters zufolge. Für GM war 2004 das bislang letzte Jahr mit insgesamt schwarzen Zahlen. Seither fuhr der einst weltgrößte Autobauer Verluste von zusammen rund 82 Milliarden Dollar ein.

Der Opel-Mutterkonzern konkretisierte unterdessen seine Pläne für die zur Sanierung geplante weitgehende Verstaatlichung. GM will im Gegenzug für einen umfassenden Schuldenverzicht bis zu 60 Milliarden neue Aktien ausgeben. Der Staat soll künftig als Mehrheitseigner mindestens 50 Prozent an GM halten, die Autogewerkschaft UAW knapp 40 Prozent und die privaten Gläubiger zehn Prozent.

Die heutigen Aktionäre würden am Ende praktisch mit leeren Händen dastehen. Große Kreditgeber-Gruppen lehnen den Plan aber bisher ab.

Ein solcher Streit mit den Gläubigern hatte den Wettbewerber Chrysler vergangene Woche in die Insolvenz gezwungen. Das droht auch GM. Das Chrysler-Verfahren gilt als eine Art Testlauf der Regierung für eine mögliche Pleite von GM als letztem Rettungsweg. Insgesamt will GM mit dem bereits dritten Sanierungsplan Schulden von rund 44 Milliarden Dollar abbauen.

Ein Ultimatum von US-Präsident Barack Obama für den Autobauer läuft Ende Mai ab. Noch diese Woche will Konzernchef Fritz Henderson mit der Gewerkschaft die Gespräche über weitere Einschnitte vorantreiben. Der Staat hat GM bislang mit Finanzspritzen von 15,4 Milliarden Dollar am Leben gehalten. Insgesamt benötigt der Konzern nach letzten eigenen Angaben voraussichtlich rund 27 Milliarden Dollar, einen Teil davon noch vor Ablauf der von Obama gesetzten Galgenfrist.

Nach einer erfolgreiche Ausgabe der neuen Anteilsscheine will GM einen sogenannten umgekehrten Aktiensplit vornehmen: Für jeweils 100 bisherige Papiere gibt es ein neues. So könnte der Wert einer Aktie letztlich wieder etwa auf dem Niveau vor der Ausgabe neuer Papiere liegen. Die bisherigen Aktionäre würden jedoch nur noch maximal ein Prozent am Unternehmen halten.

dpa

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