UBS-Steuersünden aufgedeckt

Tippgeber bekommt 104 Millionen Dollar

Washington - Der Wink an das amerikanische Finanzamt hat sich gelohnt: Der Mann, der die Schweizer Großbank UBS wegen ihrer Steuerpraktiken in den USA angeschwärzt hatte, ist um 104 Millionen Dollar reicher.

Das Geld ist sein Anteil an den Abermillionen, die der amerikanische Fiskus dank seiner Informationen eintreiben konnte.

Es handele sich wahrscheinlich um die größte Belohnung, die jemals ein Tippgeber in den Vereinigten Staaten erhalten habe, erklärten die Anwälte des ehemaligen UBS-Bankers Bradley Birkenfeld am Dienstag in Washington. Er war wegen Steuerbetrugs selbst ins Gefängnis gewandert.

Birkenfeld hatte seinen Arbeitgeber im Jahr 2007 ans Messer geliefert und damit einen Skandal ausgelöst, der bis heute die Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA belastet. Der zentrale Vorwurf: Banker der UBS haben reichen Amerikanern systematisch dabei geholfen, ihre Vermögen vor dem US-Fiskus zu verbergen.

Die UBS zahlte 2009 im Rahmen eines Vergleichs 780 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. Zudem sollte die Bank Tausende Konten offenlegen. Das sorgte für erheblichen Zwist mit der Schweiz, die ihr Bankgeheimnis bedroht sah. Auch andere Banken gerieten später ins Visier der US-Justiz und der Finanzbehörde IRS.

dpa

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