Verdi setzt Warnstreiks bei der Telekom fort

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Verdi setzt die Warnstreiks bei der Telekom fort

Magdeburg/Leipzig - Im Tarifkonflikt bei der Telekom hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten an diesem Montag erneut zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen.

In Sachsen-Anhalt sowie Teilen von Thüringen und Sachsen seien mehr als 800 Außendienstmitarbeiter und Netztechniker der Aufforderung zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen gefolgt, sagte der zuständige Verdi-Fachbereichsleiter Hans-Joachim Fischer am Montag in Magdeburg. In Mecklenburg-Vorpommern haben sich laut Verdi rund 400 Telekom-Mitarbeiter an den Warnstreiks beteiligt.

Ein Schwerpunkt der Aktionen war Sachsen-Anhalt. Dort seien mehr als 500 Telekom-Mitarbeiter bei Streikversammlungen gewesen, der überwiegende Teil in Magdeburg. In Halle, Wittenberg, Dessau-Roßlau und Umgebung legten 150 Telekom-Mitarbeiter nieder. In Mecklenburg-Vorpommern betraf es die Standorte Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Stralsund.

“Die Beteiligung ist höher, als wir erwartet haben“, sagte eine Verdi-Sprecherin in Gera. Dort seien 80 Mitarbeiter bis in die Nacht nicht im Dienst, in Suhl etwa genauso viele. Auch im ostsächsischen Bautzen sei die geplante Zahl von 70 Streikenden erreicht worden. Große Telekom-Standorte wie Erfurt, Chemnitz und Leipzig waren am Montag hingegen nicht betroffen, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Fischer. “Wenn der Arbeitgeber kein gutes Angebot vorlegt, streiken wir auch in den kommenden Tagen weiter.“

Am Montagnachmittag sollten die Verhandlungen in Düsseldorf in die vierte Runde gehen. Verdi fordert für 85 000 Beschäftigte unter anderem 6,5 Prozent mehr Gehalt. Die Telekom-Führung hatte angekündigt, erstmals ein Angebot vorzulegen.

dpa

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