Verdi stellt Strafanzeigen wegen Edeka

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Verdi stellt Strafanzeige gegen Edeka.

München - Die Gewerkschaft Verdi hat im Zusammenhang mit Spitzel-Vorwürfen gegen Edeka-Supermärkte Strafanzeigen gegen Unbekannt gestellt.

Damit würden die Staatsanwaltschaften München und Chemnitz gebeten, wegen des Verdachts der Nötigung zu ermitteln, sagte der Landesfachabteilungsleiter Bayern, Hubert Thiermeyer, am Samstag auf Anfrage. Er bestätigte zugleich einen Artikel des Magazins “Focus“ (Montag). Hintergrund sei dessen Bericht von vergangener Woche, nach dem die Mitarbeiter der in Sachsen ansässigen Simmel AG von Privatdetektiven ausgespäht wurden.

Diese betreibt mit rund 1000 Beschäftigten 32 Edeka-Märkte in Sachsen, Thüringen und Bayern. Firmenchef Peter Simmel, der auch Aufsichtsratschef bei der Edeka AG ist, hatte die Vorwürfe der Bespitzelung in der vergangenen Woche zurückgewiesen und eine Prüfung angekündigt. Dabei hatte er darauf verwiesen, dass zum Schutz vor Diebstahl zwei Detekteien beauftragt und die Mitarbeiter über die Kontrollen informiert worden seien.

Zur Klärung der Vorwürfe hatte er die Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer angekündigt. Für eine aktuelle Stellungnahme war Simmel am Samstag vorerst nicht zu erreichen. Verdi hat außerdem Strafanzeige beim Rentenversicherungsträger Bund wegen des Verdachts auf Sozialversicherungsbetrug gestellt, sagte Thiermeyer. Berichte und Unterlagen nährten den Verdacht, dass Überstunden, Weihnachts- und Urlaubsgeld mit “Warengutscheinen“ beglichen worden seien, um Einkommenssteuer und Sozialabgaben zu sparen.

dpa

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