Elektronische Signaturen

Verträge bald komplett online abschließbar

Berlin - Verbraucher sollen Verträge künftig komplett online abschließen können. Ermöglichen will dies das deutsche Startup WebID Solutions, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin erklärte.

Dafür habe das Startup ein neues Verfahren entwickelt, sagte der WebID-Solutions-Geschäftsführer Thomas Fürst der Nachrichtenagentur AFP. Bislang müssen Verbraucher bestimmte Verträge unterschreiben und einschicken, damit sich rechtsgültig sind - in Zukunft können Kunden und Unternehmen wie etwa Banken demnach mit einem erheblich schnelleren Vertragsabschluss rechnen.

WebID Solutions arbeitet mit sogenannten Trustcentern zusammen, die darauf spezialisiert sind, online Identitäten zu bestätigen und für Verbraucher sogenannte qualifizierte elektronische Signaturen (QES) zu erstellen. Verträge könnten so "ohne Verzögerungen und lästige Laufereien in Echtzeit abgeschlossen werden", sagte Fürst. Neben einer Identifizierung der Kunden per Video-Chat durch Mitarbeiter des Unternehmens seien dafür zusätzlich SMS- oder E-Mail-TAN-Nummern nötig, die der Kunde zugeschickt bekomme. Insgesamt brauche es für den gesamten Vertragsabschluss "nur drei Klicks".

Das Startup hat in Deutschland 2014 das sogenannte Video-Ident-Verfahren entwickelt, mit dem Verbraucher sich per Video-Chat ausweisen können, wenn sie beispielsweise ein Bankkonto eröffnen wollen. Zuvor mussten Kunden sich mit einem Personalausweis in einer Postfiliale ausweisen. Inzwischen bieten fast alle Banken in Deutschland das Video-Verfahren an. Neben WebID Solutions haben sich auch andere Startups wie WebIDnow aus München darauf spezialisiert. Auch die Deutsche Post bietet seit Mai ein eigenes Verfahren an.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Alarmierende Studie: So hat Amazon unser Kaufverhalten verändert
Alarmierende Studie: So hat Amazon unser Kaufverhalten verändert
Immer weniger Neuwagen auf Privatkunden zugelassen
Immer weniger Neuwagen auf Privatkunden zugelassen
Diese zwei Kindersitze sind gefährlich, warnt Stiftung Warentest
Diese zwei Kindersitze sind gefährlich, warnt Stiftung Warentest
Hersteller ruft Hackfleisch bei Lidl zurück - wegen Plastikteilen
Hersteller ruft Hackfleisch bei Lidl zurück - wegen Plastikteilen

Kommentare