Vier Standorte betroffen

An deutschen Amazon-Standorten wird wieder gestreikt

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Verdi ringt seit über zwei Jahren mit Amazon um die Einführung eines Tarifvertrages

Bad Hersfeld - Beschäftigte des Internet-Riesen Amazon in Deutschland sind erneut in Streik getreten. Seit Montagmorgen werden die Verteilzentren Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne bestreikt, so die Gewerkschaft Verdi.

Auch in Koblenz gab es Arbeitsniederlegungen. Für den Rest der Woche kündigte Verdi weitere Streiks "an etlichen Standorten" an. Laut Amazon beteiligten sich allerdings nur wenige Mitarbeiter an den Ausständen.

Verdi ringt seit über zwei Jahren mit Amazon um die Einführung eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels in Deutschland - bislang ohne Durchbruch. Amazon betont im Tarifstreit immer wieder, ein guter Arbeitgeber zu sein und vergleichsweise hohe Löhne zu zahlen. Der Konzern beschäftigt in Deutschland mehr als 10.000.

In Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne soll laut Verdi bis zum Ende der Spätschicht am Dienstag gestreikt werden. Für Koblenz kündigte die Gewerkschaft Arbeitsniederlegungen bis Mittwochmorgen um 6.30 Uhr an. Die weiteren Streiks im Verlauf der Woche will Verdi jeweils "kurzfristig" bekanntgeben. So könne der Geschäftsablauf von Amazon "empfindlich gestört" werden.

Ein Amazon-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, es beteilige sich lediglich "ein sehr kleiner Teil" der Mitarbeiter an den Streiks. An den vier betroffenen Standorten zusammen seien es am Montag ungefähr 500 gewesen. Beeinträchtigungen für Kunden seien nicht zu erwarten.

AFP

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