Vulkan-Asche lässt Luftfahrt-Aktien absacken

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Am Freitag mussten auf fast allen Flughäfen in Deutschland (wie hier in Saarbrücken) die Flugzeuge auf dem Boden bleiben.

Frankfurt/Main - Die Umsatzeinbußen der Luftfahrt-Industrie aufgrund des Vulkanausbruchs auf Island gehen in die hundert Millionen Euro. Auch die Aktien der Konzerne stürzten am Freitag ab.

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Die massiven Flugausfälle als Folge des Vulkanausbruchs in Island haben die Aktien der großen Luftfahrtkonzerne nach unten gezogen. Lufthansa-Aktien sackten an das Ende des deutschen Leitindexes Dax und sanken zeitweise um 2,15 Prozent auf 12,995 Euro. Auch Air-Berlin-Papiere verloren deutlich und gaben um 1,32 Prozent auf 4,273 Euro nach. Die Titel des Flughafenbetreibers Fraport rutschten um 1,97 Prozent auf 40,645 Euro.

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Auch an den anderen europäischen Börsen brachen die Aktien dieser Branche ein. Air France-KLM büßten im Handelsverlauf 1,75 Prozent auf 12,65 Euro ein, Iberia sanken um 1,73 Prozent auf 2,614 Euro. British Airways gaben 0,82 Prozent auf 240,665 Pence ab und Ryanair fielen um 2,03 Prozent auf 3,909 Euro.

Die Entwicklung der Luftverkehrswerte verlief damit gegen den allgemeinen Börsentrend: die wichtigen Indizes, wie der Deutsche Aktienindex Dax und der Eurostoxx für die wichtigsten europäischen Werte, zeigten am Freitag ein leichtes Plus.

Verband: Mehr als 100 Millionen Euro Schaden am Tag

Während einige Börsen-Händler die Folgen der Flugausfälle nur als einmalige Belastung für die Konzerne sehen, rechnen andere damit, dass die Auswirkungen des Vulkanausbruchs die Luftfahrtbranche bis zu eine Milliarde Dollar an Umsatz kosten könnte.

Europas Luftfahrtindustrie droht nach dem Vulkanausbruch in Island wegen der umfassenden Flugverbote ein Schaden von mehr als 100 Millionen Euro am Tag. Das teilte der Verband der europäischen Fluggesellschaften AEA (Association of European Airlines) am Freitag in Brüssel mit. “An einem normalen Tag würden unsere Mitglieder mit Umsätzen von 200 Millionen Euro rechnen“, sagte Sprecher David Henderson der Deutschen Presse-Agentur dpa.

“Den jüngsten Zahlen von Eurocontrol zufolge sollen heute (Freitag) 60 Prozent der innereuropäischen Flüge gestrichen werden.“ Nach dieser Rechnung würden Europas Fluglinien einen Umsatzverlust von 120 Millionen Euro allein am Freitag hinnehmen müssen.

Vulkanasche verschont Versicherer

Die großen deutschen Versicherer befürchten hingegen keine größeren Schäden durch die riesige Aschewolke über Europa. Die Flugausfälle der Airlines sind - anders als Unfälle und Flugzeugabstürze - in der Regel nicht versichert, wie es beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re und beim größten europäischen Versicherer Allianz am Freitag in München hieß. Man sei deshalb erleichtert, dass viele Lufträume und Flughäfen in Europa nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjalla vorsorglich gesperrt worden seien, sagte ein Munich-Re-Sprecher.

Nach Angaben der Versicherer käme als versichertes Risiko theoretisch lediglich eine Betriebsunterbrechung infrage. In diesem Fall müsste die Vulkanasche aber zuvor Schäden beispielsweise an Industrieanlagen und Maschinen angerichtet haben. Dies sei aber wegen der geringen Dichte der Partikel in der Aschewolke derzeit nicht zu befürchten, sagte der Munich-Re-Sprecher.

dpa/DAPD

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