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VW: Autobauer erwägt Einstieg in die Formel 1 - zwei Marken haben die besten Karten

Volkswagen: Der Wolfsburger Autobauer erwägt den Einstieg in die Formel 1.
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Volkswagen: Der Wolfsburger Autobauer erwägt den Einstieg in die Formel 1.

Die Formel 1 steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Wenn die Tochter des US-Medienriesen Liberty Media es clever anstellt, könnte Volkswagen der Rennserie neuen Glanz bringen.

Wolfsburg – Der Volkswagen-Konzern flirtet offen mit einem Einstieg in die Formel 1*. Die Entscheidung über eine Teilnahme an der Rennserie hänge von der für 2025 geplanten Neuausrichtung des Formel-1-Reglements ab, erklärte Volkswagen-Motorsport-Chef Fritz Enzinger in einem Interview mit der BBC. Sollten bei der vorgesehenen Regel-Überarbeitung „Aspekte der Nachhaltigkeit wie etwa synthetische Kraftstoffe“ Berücksichtigung finden, „werden wir sie im VW*-Konzern detailliert bewerten und weitere Schritte erörtern“, sagte Enzinger BBC Sport.

Enzinger gilt als vehementer Befürworter eines Formel 1-Engagements. Vor seinem Wechsel an die Spitze der konzern-eigenen Motorsport-Abteilung war der Österreicher jahrelang Logistik-Chef des Formel-1-Teams von BMW*. Der bayerische Autobauer hatte Mitte 2009 nach zehn Jahren in der Formel 1 überraschend den Rückzug aus der Königsklasse des automobilen Rennsports angekündigt. Zwei Jahre später wechselte Enzinger zu Volkswagen. Neben der Aufsicht über sämtliche Motorsport-Aktivitäten im Konzern führt der Österreicher auch die Motorsport-Abteilung von Porsche. Unter seiner Ägide gewannen die Schwaben unter anderem drei Mal den Gesamtsieg beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie acht WM-Titel auf der Langstrecke.

VW: Zwei Marken hätten wohl die besten Chancen für den Sprung in die Königsklasse

Unter welcher Marke die Wolfsburger in ein mögliches Titelrennen in der Formel 1 einsteigen könnten, ist allerdings völlig offen. Sollte der Aufsichtsrat grünes Licht für die Königsklasse geben, hätten aber wohl Porsche* und Audi* die besten Karten. Für Porsche spräche die legendäre Aura. Audi könnte mit dem Volumen-Vorteil ins Rennen gehen und seinem zuletzt arg ermatteten Nimbus („Vorsprung durch Technik“) neuen Glanz verleihen. 

VW: Konzernchef Herbert Diess beflügelt Spekulationen um Formel-1-Einstieg

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Spekulationen um einen möglichen Formel-1-Einstieg der Wolfsburger gegeben. Erst im Sommer hatte Konzern-Chef Herbert Diess* entsprechende Gerüchte selbst angeheizt. Eine „CO2-neutrale Formel 1“, die auf synthetische Kraftstoffe setze, sei „deutlich spannender, technisch anspruchsvoller“ und liefere mehr Rennsport-Prickeln als die Formel E, bei der die Fahrer „im Gaming-Modus ein paar Runden in Innenstädten fahren“, kommentierte Diess im vergangenen Sommer auf LinkedIn.

Zudem sorgte im vergangenen September die Meldung über den bevorstehenden Wechsel von Stefano Domenicali an die Spitze der Formel-1-Dachgesellschaft für Aufsehen in der Branche. Der Italiener führte bis Mitte vergangenen Jahres den italienischen Luxus-Sportwagenbauer Lamborghini* - und der gehört zu VW. Das könnte sich jedoch bald ändern: Im Mai 2021 steht ein Lamborghini-Verkauf im Raum* - mehr als eine „Luftnummer“? *Merkur.de und tz.de sind Teil von IPPEN.MEDIA.

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