Wahl von Eurogruppenchef wird verschoben

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Das Mandat von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem läuft aus. Foto: Julien Warnand

Die Euro-Finanzminister sind mit der Griechenland-Krise beschäftigt. Die Wahl ihres Vorsitzenden muss deshalb warten.

Den Haag/Brüssel (dpa) - Die Wahl des Eurogruppenchefs wird auf Juli verschoben. Am 13. Juli müsse es dann eine Entscheidung geben, denn das Mandat von Amtsinhaber Jeroen Dijsselbloem laufe am 21. Juli aus, berichteten Diplomaten in Brüssel.

Nach Aussagen des Eurogruppen-Chefs hatte Spanien auf eine Verschiebung gedrängt. Um das Amt bewerben sich nur der Niederländer und der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos.

Dijsselbloem teilte über Twitter mit, er wolle der Eurogruppe am Donnerstag die Verschiebung vorschlagen. "Griechenland erfordert alle Aufmerksamkeit", so der niederländische Finanzminister auf dem Kurznachrichtendienst. "Wahl sollte nicht zu einer Verfahrensdebatte führen."

Gegenüber der niederländischen Nachrichtenagentur ANP sagte Dijsselbloem in Den Haag, dass "die spanische Regierung Einwände gegen das Verfahren geäußert" habe. "Sie finden, dass es nun zu schnell geht." Er selbst sehe die Verschiebung "total entspannt". "Wenn ich ihnen entgegen kommen kann, indem ich die Wahl für den Juli ansetze, dann mach ich das."

Der Sozialdemokrat Dijsselbloem (49) ist Kandidat für eine zweite Amtszeit. Ein Mandat läuft über zweieinhalb Jahre. Auch der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos (55) bewirbt sich um das Brüsseler Spitzenamt.

Es gebe gute Gründe für eine Verschiebung, sagte ein Diplomat, ging aber nicht ins Detail. Der Eurogruppen-Chef ist gerade bei finanziellen Schieflagen von Eurostaaten ein zentraler Ansprechpartner. Dijsselbloem hatte vor knapp zweieinhalb Jahren den damaligen Luxemburger Regierungschef Jean-Claude Juncker an der Spitze des Gremiums abgelöst.

Tweet von Dijsselbloem

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